Schlafstörungen? Mit diesen mentalen Techniken kannst du entspannter und leichter einschlafen

Es gibt unterschiedliche Formen von Schlafstörungen: Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, mangelnder Tiefschlaf, Albträume.

Die Ursachen sind noch weitaus vielfältiger.

Ein gesunder Schlaf ist jedoch von größter Bedeutung, weniger wegen der körperlichen Regeneration, als vielmehr wegen der geistigen Arbeit, die im Schlaf geleistet wird.

Schlafstörungen effektiv angehen

Zu keiner Zeit ist unser Unterbewusstsein so aktiv wie im Schlaf.

Wir alle haben immer mal wieder Ein- oder Durchschlafprobleme.

Manche Menschen plagen sich lange, oft über mehrere Monate und Jahre, mit Schlafproblemen herum und greifen nicht selten zu Schlaftabletten.

Laut dem Gesundheitsreport der DAK aus dem Jahre 2017 leiden 80% der Arbeitnehmer unter Schlafstörungen, immerhin rund 34 Millionen Menschen.

Rund 3 Millionen von ihnen greifen regelmäßig zu Schlaftabletten.

Eine der Hauptursachen für alle Schlafstörungen ist die Angst vor dem Nicht-Einschlafen-Können

Wir versuchen, den Schlaf mit dem Willen erzwingen zu wollen, was unmittelbar zu Gegenreaktionen des Unterbewussten führt.

Das Unterbewusstsein nämlich durch reine Willenskraft überzeugen zu wollen, hat noch nie funktioniert.

Lesetipp: Meistere dein Unterbewusstsein mit diesen 9 Tipps von Joseph Murphy

Émile Coué *, der Begründer der bewussten Autosuggestion, hat festgestellt:

„Im Widerstreit zwischen Wille und Vorstellungskraft siegt letztere ausnahmslos.“

Diese Erkenntnis kannst du dir auch bei Schlafproblemen zunutze machen.

Oft reicht es sogar, die Willensanstrengung oder die Angst vor der Schlaflosigkeit einfach aufzugeben und der Schlaf kommt von selbst.

Je leichter es dir fällt, abends ins Bett zu gehen und einfach dem natürlichen Bedürfnis nach Ruhe und Erholung nachzugeben, desto schneller wirst du einschlafen.

Und das auch dann, wenn du schon einige Jahre unter Schlaflosigkeit gelitten hast.

Sobald sich der Wille oder gar eine Art Zwangsdenken rund um das Thema nicht schlafen können einschleichen, entsteht ein Druck in dir, steigen Bilder und Gefühle in dir auf, die nichts anderes tun, als dich von der verdienten Ruhe abzuhalten.

Auch das ist eine Form der Autosuggestion.

Wenn du das nächste Mal nicht einschlafen kannst oder nachts wach liegst, solltest du dich nicht rast- und sinnlos im Bett herumwälzen, sondern lieber ein wenig lesen oder einen kleinen Spaziergang machen.

Lenke deinen Geist ab.

Löse dich von dem Willen, unbedingt einschlafen zu müssen, weil du sonst am Morgen müde, ausgelaugt oder unzufrieden bist.

Verstehe, dass Schlafen zum normalen Tages-Nacht-Rhythmus gehört und ganz von selbst kommt

Je leichter du dein vermeintliches Schlafproblem nehmen kannst, desto schneller wirst du mit diesen beiden mentalen Techniken Erfolg haben.

Denn viele Schlafstörunge kannst du durch Autosuggestion und Visualisierungen in kurzer Zeit beheben.

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2 mühelose Techniken bei Schlafproblemen, die du noch heute ausprobieren kannst

1.

Die Autosuggestion

Autosuggestion bedeutet Selbstbeeinflussung und ist der Prozess, durch den du dein Unbewusstes trainierst, an etwas Bestimmtes zu glauben. 

Die bekannten Affirmationen sind eine solche Autosuggestion und Selbstüberzeugung.

Lesetipp: Affirmationen für ein leichtes, glückliches Leben

Um einfacher einschlafen zu können, kannst du die direkte Autosuggestion anwenden und dir in Gedanken immer wieder sagen:

Ich schlafe, ich schlafe

Erstaunlicherweise funktioniert aber auch eine paradoxe Autosuggestion, die das Gegenteil beinhaltet als das eigentlich gewünschte Ergebnis.

Sage dir in Gedanken immer wieder:

Ich will nicht einschlafen, ich will nicht einschlafen…

Wiederhole diese paradoxe Autosuggestion doch einmal selber und schau, ob es dir leichter gelingt, damit einzuschlafen.

2.

Die Visualisierung

Visualisieren heißt nichts anderes, als sich gewollt etwas vorzustellen.

Da unser Unterbewusstes nicht in Worten „denkt“ sondern in Bildern, sind wir eigentlich bereits alle Meister im Visualisieren.

Diese Technik kannst du gezielt auch bei Schlafproblemen einsetzen.

Vielleicht hast du es tatsächlich auch schon getan:

Denn das berühmte Schäfchen-Zählen ist ja nichts anderes. Es dient dazu, deinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

Besser als Schäfchen-Zählen funktioniert folgende Visualisierung:

Stell dir vor, du stehst auf einem Berg. Langsam steigst du in die Tiefe hinab.

Jeder Schritt bringt dich weiter von der Höhe des Bewusstseins ins Tal der Träume hinab … und du schläfst ein.

Diese Vorstellung kannst du nach deinen Vorlieben abwandeln.

Wenn das Absteigen in die Tiefe bei dir Angst auslöst, mach es einfach umgekehrt: Steige hinauf zu deinen Träumen.

Wenn du keine Angst vor dem Fallen hast, setze dich auf einen Schlitten und sause in Gedanken schnell ins Tal der Träume hinab.

Mache nichts anderes, als das von dir gewählte innere Bild, den kleinen Film, immer wieder vor deinem geistigen Auge ablaufen zu lassen.

Zwinge dich zu nichts, lass dich aber auch nicht ablenken.

Lesetipp: Die ungeheure Macht deiner Überzeugungen, Glaubenssätze und inneren Bilder

Am besten wäre es, wenn du diese Techniken gleich das nächste Mal ausprobierst, wenn du nicht einschlafen kannst.

Bleibe auch dabei achtsam und schau, ob du wirklich in der Leichtigkeit bist oder dich selber unter Druck setzt.

Je mehr es dich nämlich stresst, dass du wach liegst, während um dich herum alle in den Schlaf gefunden haben, desto mehr arbeitest du mit deinem Willen und gegen die Hilfe durch dein Unbewusstes.

„Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns, sondern unsere Vorstellungskraft.“ (Coué)

Stelle dir also vor, wie du leicht und mühelos einschläfst, ganz ohne Zwang und Stress.

Neben diesen beiden Mentaltechniken kannst du noch folgende Hausmittel bei Ein- oder Durchschlafproblemen nutzen:

  • Heilkräutertees trinken aus Hopfen, Baldrian, Melisse, Lavendel
  • Heilkräuterbäder nehmen
  • Ein Kräuterkissen (getrockneter Lavendel oder Rosenblüten) neben das Kopfkissen legen
  • Mit Lavendelöl einreiben
  • Warme Milch mit Honig trinken
  • Akupressur Pflaster * auf das Handgelenk kleben
  • Meditationsmusik * hören

Sei gut zu dir: Entspanne dich, lass los und schlafe ruhig und entspannt ein.