Was tun, wenn man Angst vor der Zukunft hast?

In der Vergangenheit fühlen wir uns oft gut aufgehoben.

Denn wir wissen ja, wie unser Leben verlaufen ist.

Wir haben schon einige Jahre hinter uns gebracht und es zumeist gut gemacht.

In der Gegenwart zu sein, ist das, was Menschen eigentlich ausmacht.

Denn nur im Jetzt kann Leben stattfinden.

Angst vor der Zukunft loswerden

 

Aber aus Unwissen oder Unachtsamkeit lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf eine Zeit, von der wir nichts wissen können:

auf unsere Zukunft.

Aus der Gegenwart heraus projizieren wir häufig durch unsere Annahmen und Gedanken eine Zukunft, die uns Angst macht.

Diese Angst vor der Zukunft lähmt uns.

Wir fragen uns ständig: Was wäre, wenn…?

Menschen mit wenig Zuversicht und Vertrauen in ihre eigene Kraft, empfinden bei diesem Gedanken Furcht.

Sie befürchten, die Herausforderungen des Lebens in der Zukunft nicht meistern zu können.

Je mehr sie sich in Fantasien von Horrorszenarien verlieren, desto ängstlicher und unsicherer werden sie.

Aus Angst verfallen sie in Panik, die sie wiederum lähmt, sodass sie sich außerstande fühlen, diesen Kreislauf zu verlassen.

Wenn du dich dabei ertappst, dass sich deine Gedanken viel zu oft um die Angst vor der Zukunft drehen,

dann setze doch gleich im Anschluss einen oder mehrere meiner Tipps um.

5 einfache Strategien gegen die Angst vor der Zukunft

1.

Lebe gedanklich im Hier und Jetzt

Die Voraussetzung für deine innere Befreiung ist immer, dich auf die Gegenwart zu konzentrieren.

Angst vor der Zukunft entsteht, weil du dir vorstellst, was in einem, zwei oder in fünf Jahren sein könnte.

Anstatt dir aber das Schönste auszumalen, entstehen düstere Bilder vor deinem inneren Auge.

Du siehst also, worauf sich deine Angst vor der Zukunft gründet:

Auf deine eigenen Vorstellungen und Bilder.

Wenn du dir Schlimmes vorstellen kannst, kannst du dir auch Gutes vorstellen.

Es ist dieselbe geistige Tätigkeit.

Halte dich also bitte nicht selber davon ab, dir nur das Beste zu wünschen.

Deine inneren Bilder geben nämlich Befehle an dein Unterbewusstsein, dessen Aufgabe es ist, dir deine Wünsche zu erfüllen.

Im Hier und Jetzt kannst du jederzeit damit anfangen, deine Fantasie für deine schönste Zukunft zu nutzen.

Ressourcen:

Lesetipp: Die ungeheure Macht deiner Überzeugungen, Glaubenssätze und inneren Bilder

Buchtipp: Manifestiere deine Träume und lebe dein Wunschleben

 

2.

Relativiere deine Ängste

Wenn du nicht von deiner negativen Zukunftsvision lassen kannst oder willst, beginne zumindest damit, sie zu relativieren.

Frage dich:

  • Könnte ich wirklich nicht mit der Situation umgehen?
  • Gäbe es niemanden, an den ich mich dann wenden könnte?
  • Wäre das wirklich der Weltuntergang für mich?

Richte dich positiv und zuversichtlich aus, auch wenn du deine Angst vor der Zukunft noch nicht überwinden kannst.

Denn du hast sicher auch in deiner Vergangenheit Situationen erlebt, die dir davor unüberwindbar erschienen sind.

3.

Sprich mit optimistischen Menschen

In Zeiten, in denen wir uns depressiv und mutlos fühlen, ist es umso wichtiger, dass wir uns mit lebensfrohen, zuversichtlichen Menschen austauschen.

Durch Gespräche mit ihnen bekommst du nicht nur einen anderen Blickwinkel, sondern du kannst in ihrer Gegenwart richtig auftanken.

Einfach einmal wieder herzhaft zu lachen ist befreiend!

Je größer deine Angst vor der Zukunft ist, umso wichtiger ist es für deine emotionale Gesundheit, dass du dich mit optimistischen Menschen umgibst.

Lass dich von ihrer Lebensfreude anstecken.

Mit ihnen kannst du dich über deine Sorgen aussprechen und weißt, dass sie dir Zuversicht und Vertrauen geben.

Nutze gezielt und so oft wie möglich die Chance, dich mit ihnen auszutauschen.

Ressourcen:

Lesetipp: Wie du mit deinen Worten Menschen zu deinen Freunden machen kannst

Lesetipp: Louise Hay: 15 starke Affirmationen über das Loslassen

4.

Lass deine Angst vor Veränderungen los

Leben ist Veränderung.

Dein Körper ist ein ganz anderer als noch vor einem Jahr und wird auch in einem weiteren Jahr ein anderer sein.

Wenn wir Angst vor der Zukunft haben, haben wir im Grunde Angst vor Veränderungen.

Wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, wie wir es kennen und wie wir es uns eingerichtet haben.

Aber Neues und Schönes kann nur dort entstehen, wo das Alte Platz dafür gemacht hat.

Wer sagt uns denn, dass sich aus dem Alten, das uns gefallen hat, nicht auch etwas Gutes entwickeln kann?

Wer sagt, dass Veränderungen negativ sein müssen?

Verstehe, dass du selber es in der Hand hat, dass sich notwendige Veränderungen gut für dich entwickeln.

 Denn wo Vertrauen entsteht, ist für Angst kein Platz mehr.

5.

Stärke dein Selbstvertrauen

Jemand mit Zukunftsängsten ist immer auch jemand, der ein geringes Vertrauen in sich selber hat.

Wenn wir glauben, keine Kontrolle über unser Leben zu haben, fühlen wir uns schwach und ausgeliefert.

Wenn du einen geliebten Menschen verlierst und befürchtest, alleine nicht mehr weiterleben zu können, ist die Angst vor der Zukunft groß.

Doch spätestens nach der notwendigen Zeit der Trauer oder des Ärgers solltest du dir selber zuliebe damit beginnen, deine Kräfte wieder zu sammeln.

Schau trotz aller Trauer positiv nach vorne.

Genauso solltest du dich nach einem Jobverlust, einer langen Krankheit oder nach einem Unfall wieder aufbauen und stark machen.

Viele Menschen können dich dabei unterstützen.

Doch ohne deine eigene innere Kraft bleibt alles unbelebt.

Je mehr dein Selbstvertrauen wächst, desto eher sinkt deine Angst vor der Zukunft, weil du sicher weißt, dass du jede Hürde überwinden kannst.

Ressourcen:

Lesetipp: 4 Gewohnheiten, die emotional starke Menschen auszeichnen

Buchtipp: 6-Minuten Tagebuch | Dankbarkeitstagebuch, Achtsamkeitstagebuch *

Es geschieht immer nur das, was geschehen darf

Jeder von uns hat manchmal Angst vor der Zukunft.

Wir wissen nicht, ob wir den Herausforderungen, die sich möglicherweise stellen werden, gewachsen sind.

Aber, sei ehrlich:

Haben sich die meisten Ängste, die du in der Vergangenheit vor dem Heute hattest, tatsächlich alle gelohnt?

Ist es nicht vielmehr so, dass viele Ängste überflüssig gewesen sind:

  • weil sich das erwartete Chaos gar nicht erst eingestellt hat und
  • weil du auch in schwierigen Zeiten immer eine Möglichkeit gefunden hast, dein Leben den geänderten Umständen anzupassen.

Wenn die Ängste der Vergangenheit also überflüssig waren, vielleicht sollten wir damit anfangen, erst gar keine Angst vor der Zukunft zu haben. 😉

Sei gut zu dir und löse dich von deiner Angst vor der Zukunft.

Denn es geschieht immer nur das, was geschehen darf und was du meistern kannst.