Wenn du dich verändern willst: Lass erst einmal von der Vergangenheit los

Die Vergangenheit loslassen ist wie ein Friedensangebot zu machen.

Hierfür musst du nicht einmal genau verstehen, warum etwas passiert ist, um es abschließen zu können.

Du kannst Vergangenes gehen lassen und brauchst keine Erklärung für das, was gewesen ist.

Die Vergangenheit loslassen

 

Im Übrigen richtet sich das Friedensangebot vor allem an uns selbst:

Schau, sagst du dir, es war schlimm, es hat micht verletzt und gedemütigt.

Aber ich beweise mir selber, dass ich darüber hinauswachsen kann.

Es war nicht schön, was gewesen ist.

Und vielleicht werde ich es nie ganz vergessen.

Aber ich kann es loslassen.

Es muss mich nicht mehr so belasten wie bisher.

Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, ist es viel einfacher weiterzugehen.

JETZT bist du hier.

Im Hier und jetzt ist immer eine neue Entscheidung möglich.

Hier und jetzt kannst du einen Entschluss fassen.

Hier und Jetzt ist stets neu und frisch, es beurteilt nicht, was war.

Es kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft.

Es ist offen und kreativ.

Aber Achtung:

Wir müssen sehr aufmerksam sein, sonst verpassen wir diesen besonderen Augenblick, an dem Loslassen möglich ist.

Dann zieht er unbemerkt an uns vorbei, während wir in unserer Vergangenheit taumeln wie Betrunkene, deren Sinne vernebelt sind.

Du kannst in diesem unglaublich und einzigartigen Moment der Klarheit baden wie in einem klaren See.

Wenn du erkennst:

  • Ich kann die Vergangenheit loslassen und nicht in die Zukunft projizieren.
  • Ich kann mich einlassen auf den wunderschönen Moment und die äußeren Umstände vergessen.

Doch wenn du Jahre lang dasselbe Programm laufen hast, wie lange wirst du brauchen, um dich umzuprogrammieren?

Nicht mehr so lange, wie du befürchtest.

Denn der entscheidende Unterschied ist nun, dass du verstanden hast, dass du nicht mehr festhalten musst.

Du hast dich entschieden, jetzt loszulassen.

Ist es dafür notwendig, die Vergangenheit aufzuarbeiten?

Das hängt sehr davon ab, wie du dabei vorgehst.

Wenn du Gewesenes ständig neu zu durchlebst, indem du darüber sprichst, wird das emotionale Muster eher aufrecht erhalten, als dass du es auflöst.

Wenn du allerdings zulässt zu akzeptieren und zu verzeihen, wird sich das auf deine Weiterentwicklung sehr positiv auswirken.

Die Vergangenheit loslassen: Warum fällt uns das so schwer?

Loslassen fällt uns vor allem deswegen schwer, weil wir die Gewohnheit schätzen.

Eine Trennung beispielsweise nach einer langjährigen Beziehung bedeutet nicht nur, dass ein Mensch aus unserem Leben getreten ist.

Eventuell werden wir selbst unsanft aus einer Wohnung befördert oder müssen uns einen neuen Freundeskreis aufbauen.

So geht manche Trennung mit einem kompletten Umkrempeln der Lebensumstände einher.

Und wir wissen ja, wie gerne das Gewohnheitstier Mensch Altbekanntes mag.

Neues, Unbekanntes, Ungewisses stresst uns oft und hält uns davon ab, einen neuen Schritt zu wagen.

Denn sich aus seiner Komfortzone zu bewegen, ist für die Mehrheit der Menschen etwas äußerst Unangenehmes.

Davor möchte man sich lieber schützen.

Lesetipp: Wie du erschreckend einfach dem Alltagstrott entfliehst

Man möchte am liebsten, dass alles so bleibt, wie es ist.

Auch wenn man zugegebenermaßen nicht mehr ganz so glücklich ist, wie man sich das wünschen würde.

Man gibt zwar zu, dass es schon ein paar Probleme im Alltag gibt.

Aber zumindest weiß man, was kommt.

Man kennt den Ablauf.

Man ist vorbereitet, das Gehirn und der Rest des Körpers haben passende Programme zu allen bekannten Situationen abgespeichert.

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Loslassen ist wie ein Software-Update

Nichts in diesem Leben bleibt gleich.

Alles verändert sich.

Alles entwickelt sich und passt sich an sein Umfeld an.

Du auch!

Bleibst du in deinem gewohnten Umfeld, passt du dich automatisch daran an.

Und schließlich beginnst du, dich damit zu identifizieren.

Warum fällt uns das Loslassen dann so schwer?

Wenn wir doch scheinbar in der Lage sind, uns an alle neuen Gegebenheiten anzupassen?

Warum wollen manche Menschen kein Software-Update installieren?

Nun, du ahnst es wahrscheinlich schon.

Die alte Version ist uns vertraut.

Der neuen misstrauen wir.

Und wir haben schon erfahren, dass es manchmal Probleme mit Updates gibt.

Und das wollen wir nicht.

Wir wollen nichts ändern.

Lesetipps:

Ich bin, was ich war

Loslassen wird zu einem Problem, weil wir uns über unsere Vergangenheit identifizieren.

Wir definieren uns über unseren Namen, unsere Herkunft, Ausbildung und natürlich auch über unseren Partner, den Freundes- und Familienkreis.

Wer wäre man, wenn einem all die schönen Erinnerungen genommen würden?

Doch selbst, wenn du nach einem Unfall eine Amnesie hättest und dich an absolut nichts mehr erinnern könntest, wärst du nicht trotzdem da?

Ohne alles Wissen, das du dir je angeeignet hast,  wärst du etwa nicht hier?

Gab es nicht Momente des Glücks, bevor du deinen Partner kennengelernt hast?

Bestimmt gab es die, und auch nach einer Trennung wird es diese wieder geben.

Hier sind dein Vertrauen und deine Offenheit gefragt.

Um zum Software-Update zurückzukommen:

Vertraust du darauf, dass das Neue funktionieren wird?

Warum Loslassen schwerfällt

Loslassen von Vergangenem bedeutet nicht nur Loslassen von bestimmten Menschen, sondern von unseren bekannten Gewohnheiten.

Und der Schritt ins Ungewisse löst Angst aus und bringt uns in eine Stresssituation.

Die Angst vorm Ungewissen ist eine normale Reaktion, die uns als Schutzmechanismus dient.

Doch wenn wir beginnen, negative Geschichten in Situationen zu interpretieren, die noch gar nicht stattgefunden haben, dann geraten wir regelrecht in Panik.

Lesetipp: Wie du mit vier leichten Fragen von unerwünschten Gefühlen loslassen kannst

Was tun, wenn es nun aber doch zu einer großen Veränderung kommt (Trennung, Tod eines geliebten Menschen, Krankheit usw.) kommt?

Dann sind wir mit allen Mechanismen ausgestattet, um eine solche Herausforderung zu meistern und wieder in ein (neues) Gleichgewicht zu kommen.

Wie du das schaffen kannst, verraten dir die nachfolgenden Tipps.

4 Schritte in ein neues Leben: Wie Vergangenheit loslassen einfach wird

1.

Akzeptiere die Veränderung

Es ist bereits geschehen.

Jemand hat dich verlassen oder du selbst hast einen Schlussstrich gezogen.

Und kein Widerstand deines Verstandes wird das ungeschehen machen.

Es mag jetzt noch sehr weh tun, aber du weißt selbst, dass die Zeit alle Wunden heilt.

Auch dieser Schmerz wird vorbei gehen.

Du wirst gestärkt aus der Situation hervorkommen.

2.

Sei offen für Neues

Es macht Angst, neue Wege zu beschreiten.

Wo geht es hin?

Wird der Weg steinig und holprig?

Wo werde ich landen?

Begreife, dass es im Leben keine hundertprozentige Sicherheit und Gewissheit gibt.

Und das ist keine beängstigende, sondern eine befreiende Tatsache.

Du musst dein Leben nicht bis ins Detail planen.

Wer stur mit seinem Plan durch die Welt marschiert, sieht gar nicht, was um ihn herum passiert und was ihm entgeht, weil er es ungeachtet links liegen lässt.

3.

Ändere deine Sichtweise

Alles hängt davon ab, wie du die Dinge siehst und bewertest.

Und Sichtweisen kannst du ändern.

Wenn du der festen Überzeugung bist, dass du bis 40 Millionär, mit Mann/Frau, drei Kindern und zwei Golden Retrievern sein solltest und dass das Leben vorbei ist, wenn du dieses Ziel nicht erreicht hast,

dann ist es kein Wunder, wenn du frustriert und depressiv bist.

Habe Ziele, Träume und Wünsche.

Aber bleibe offen für Neues, für andere Möglichkeiten, an die du jetzt noch gar nicht gedacht hast.

4.

Ändere deine Einstellung!

Das Leben hält viele Überraschungen für uns parat.

Schicksalsschläge und Unvorhergesehenes werden kommen, ganz bestimmt.

Für den einen mehr und für den anderen vielleicht weniger (und auch das ist Ansichtssache).

Aber es ist eine Einstellungssache, wie du damit umgehen möchtest.

Es gibt Menschen, die viel durchmachen mussten, ob das Krankheiten oder der Verlust eines geliebten Menschen waren.

Und die trotzdem optimistisch sind und das Leben in seiner Gesamtheit positiv erleben.

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Fazit: Die Vergangenheit loslassen als Chance zum Neubeginn

Versuche, das Positive zu sehen und die Möglichkeiten, die sich nach (beispielsweise) einer Trennung ergeben.

Wenn du Vergangenes endgültig loslässt, gewinnst du an Tiefe.

Du lernst das Leben und dich selbst besser kennen.

Und du wirst aus dieser egozentrischen Blase geweckt, in der du dich befunden hast.

Sei gut zu dir und lass Vergangenes los, das nicht mehr zu deinem Hier und Jetzt gehört.