Was hinter der heimlichen Sucht, unheimlich viel zu essen, steckt

Essstörungen wie Ess-Sucht oder die Ess-Brecht-Sucht (Bulimie) sind eine Zwangskrankheit, ein unkontrolliertes Bedürfnis, innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Nahrung in sich aufzunehmen.

In solchen Momenten einer unkontrollierten Zwangshandlung befindest du dich in völliger Auflehnung gegen das Leben selbst.

Diese Essstörungen, sowie auch die Magersucht, wenn du dich also weigerst, deinen Hunger überhaupt noch zu stillen, haben die gleichen emotionalen Muster.

Alle Essstörungen bedeuten hohen Stress für deinen Körper und schaden ihm auf Dauer sehr. Falls du unter einer Essstörung leidest, vertraue dich bitte unbedingt einem Arzt an.

 

Essstörungen aus psychosomatischer Sicht

 

Welche Glaubenssätze und emotionalen Muster stecken hinter Essstörungen?

Du isst übermäßig viel und wahllos, um deine innere Anspannung zu regulieren oder um eine Art der Liebe und Zuneigung wiederzuerlangen.

Nahrung ist nämlich ein Symbol für das Leben, die Liebe und Emotionen.

Du versuchst, Liebe zu essen: „Ich hab dich zum Fressen gern!“, sagen wir.

Gleichzeitig hast du Angst vor deinen Gefühlen und vor zu viel Nähe.

Buchtipp: „Essstörungen und Persönlichkeit: Magersucht, Bulimie und Übergewicht – Warum Essen und Hungern zur Sucht werden“ *

Dir fehlt die Liebe, die du nicht annehmen kannst, und so nimmst du Nahrung zu dir. Du isst deine Gefühle, um deine Angst zu bekämpfen.

Wenn du Essanfälle hast, dann versuchst du, eine tiefgreifende Leere in dir zu stillen.

Du unterdrückst allerdings deine tiefe Sehnsucht und versuchst, einen Schutzpanzer aufzubauen.

Was immer du über den täglich notwendigen Bedarf hinaus in deinen Mund schiebst, ist immer der Ersatz für ein positives Gefühl, dass du entbehrst.

Buchtipp: „Friss oder stirb: Wie mir die Magersucht auf den Magen schlug und ich ihr ins Gesicht“ *

Oft empfindest du einen Selbsthass, der so stark ist, dass du diese Leere um jeden Preis und so schnell wie möglich auffüllen willst.

Dabei lässt du zu, dass dich lieber die Nahrung beherrschst, als dich dem Leben zu öffnen.

Oft verleugnest du einen Teil deiner selbst oder eine Situation und empfindest Kummer oder Wut, weil du dich isoliert, getrennt oder abgelehnt fühlst.

Im Grunde genommen ist es dein Körper, den du ablehnst. Du weigerst dich unbewusst, nach einem diktierten Rollenmodell zu leben. Du willst die Frustration und Ängste nicht mehr leben.

Gleichzeitig hast du Angst zu verlieren, was du besitzt, und fühlst dich unsicher, weil du vielleicht anders bist als die anderen.

Ich fühle mich nicht mehr fähig, im Leben „herzhaft zuzubeißen“.

Nicht nur in Momenten der Essanfälle hast du deine Wünsche und Emotionen nicht ausreichend unter Kontrolle.

Buchtipp: „Essanfälle adé: Vom emotionalen Essen zum persönlichen Wohlfühlgewicht“ *

Du gibst dich auch im täglichen Leben deinen Emotionen unkontrolliert hin, bist manchmal überaus gereizt oder im Gegenteil tief traurig.

Du sehnst dich danach, deine Liebe zu verschenken und fürchtest gleichzeitig nichts so sehr, wie dich deswegen zu verlieren und verletzbar zu machen.

Zu allem Überfluss hast du ständig ein enormes Bedürfnis, dich stärker zu fühlen als deine Gefühle und Emotionen und diese zu kontrollieren.

Essstörungen zeigen immer auch, dass du dich selber nicht liebst und akzeptierst

Weil du eine tiefe Verachtung für dich empfindest, bringst du dich nach einem Essanfall zum Erbrechen. Du hasst dich dafür, dass du dich diesem unkontrollierten Essen – deinem ungezähmten Drang – hingegeben hast.

Du hofftest, dich dadurch besser zu fühlen, die Leere und tiefe Sehnsucht nach Liebe zu stopfen. Da dir das nicht gelungen ist, muss alles wieder raus.

Es muss weh tun und brennen, nur so kannst du überhaupt noch Gefühle zulassen.

In solchen Momenten wird dir deine unlösbare innere Zerrissenheit schmerzhaft bewusst. Doch du kannst dich ihr nicht stellen, sie nicht zulassen und sie dann in Frieden ziehen zu lassen.

Du wünscht dir, dass sich Menschen dir nähern und bei dir Gefühle für dich zeigen und dir diese hinterlassen.

Aber gleichzeitig fühlst du dich davon so gestört, dass du sie sofort zurückweisen willst, um in deiner Intimität nicht berührt zu werden.

Buchtipp: „Zurück ins Leben: In 12 Schritten aus der Bulimie“ *

So wirkst du oft unnahbar, „cool“ und versteckst nur verzweifelt deine Angst vor zu viel Nähe.

Du willst unter allen Umständen die Kontrolle über deine Gefühle behalten und dich anderen nicht ausgeliefert fühlen

Wenn du dich selber kritisch im Spiegel beäugst, lehnst du deine äußere Erscheiung so gut wie immer ab und glaubst keinem, der dich schön findet.

Da du dich selber weder akzeptiert noch in deiner Ganzheit gefunden hast, missfällt dir das, was du siehst.

Du sagst dir, dass du nichts bist und dass du dich in der Masse verlierst, darin unter gehst. 

Trotzdem würdest du gern deinen Platz einnehmen, „Gewicht haben“, anders sein, als du bist, authentisch und echt.

Zeitweise lebst du in tiefer Depression, Verzweiflung, Angst, die du zu mildern versuchst.

Dich quält eine unbestimmte Frustration, die du kompensieren willst. Vor allem lebt in dir die Sehnsucht, dein Selbstbild endlich aufzuwerten.

Du möchtest so gerne, dass dieses Bild perfekt ist. Für dich und vor allem für die anderen.

Essstörungen stehen in starkem Zusammenhang mit der Mutter, der Lebensquelle, mit der Mütterlichkeit.

  • Lehnst du dich gegen deine Mutter auf?
  • Hast du das Gefühl, als junger Mensch kontrolliert und dranglasiert worden zu sein, so dass du durch diese Art zu essen vor deiner Mutter fliehen, sie neutralisieren willst?
  • Hast du die Macht deiner Mutter über dich als zu stark und erdrückend empfunden?

Vielleicht hast du das Abstillen als Baby wie ein Verlassen werden erlebt, so, als ob du deiner Mutter entrissen würdest.

Falls das zutrifft, hast du deswegen heute das Gefühl zu verhungern und deshalb das Bedürfnis, große Mengen an Nahrung zu essen, um die Lehre zu füllen und den Stress zu mindern.

Buchtipp: „Unsere Mütter: Wie Töchter sie lieben und mit ihnen kämpfen“ *

Noch während des unkontrollierten Essens fühlst du dich verloren, den Schmarotzern ausgeliefert und spürst einen unbändigen Hass auf dich selber. Du ekelst dich vor dir selber.

Neues Denken und Fühlen für ein gesundes Esserleben

Als Ess-Süchtige musst du dich der Liebe wieder öffnen. Lerne, dich anderen anzuvertrauen, dich anzulehnen, schwach zu zeigen.

Du bist in der Welt, um deine ganz spezielle Aufgabe zur erfüllen. Zwar magst du noch nicht wissen, worin diese besteht, doch verstehe, dass du zählst und wichtig bist.

Erfreue dich an der Schönheit der Natur und an deiner eigenen Schönheit.

Akzeptiere deinen Körper so, wie er ist. Gib ihm Energie durch wertvolle, vitaminreiche Nahrung.

 

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Affirmationen für ein positives Selbstbild:

  • Ich bin geborgen, meine Gefühle schützen mich.
  • Ich akzeptiere die Liebe zu mir selbst und zu den anderen und ich entdecke die Freude, auf dieser Welt zu sein.
  • Ich akzeptiere mich in meiner Welt der Gefühle.
  • Ich akzeptiere alle meine Gefühle.
  • Ich nehme mich an, wie ich bin.
  • Ich weiß, dass ich mich durch und mit meinen Gefühlen entwickle.
  • Ich bin gefüllt mit Liebe und nehme jede Zuwendung an.