Nie mehr negative Gedanken! Wie man sich selbst glücklich denkt

Wie du mit dir selbst über dich und deinen Körper „sprichst“

und wie du glaubst, dass andere dich sehen,

wirkt sich direkt darauf aus, wie selbstbewusst du in Bezug auf deinen Körper und dein Aussehen wirklich bist.

Die meisten Frauen haben negative Gedanken in Bezug auf ihr Aussehen.

Und das sogar dann, wenn sie zu den Frauen gehören, die andere beneiden.

Ist dir das schon einmal aufgefallen?

Negative Gedanken loslassen

 

Wenn du genug davon hast, schlecht über dich zu denken und dir stattdessen wünschst, voller Stolz und Selbstbewusstsein durchs Leben zu gehen,

dann lies unbedingt weiter.

Ich verrate dir gleich, wie du deine negativen Gedanken schneller in den Griff bekommst.

Aber lass mich zuerst von Julia erzählen.

Sie ist ein klassisches Beispiel dafür, wie Frauen über sich selbst und ihr Aussehen denken.

Beispiele für negative Gedanken

Julia denkt fast nur negative Gedanken über ihren Körper.

Ein paar Beispiele gefällig?

Wenn sie sich fürs Büro fertig macht, sieht sie sich im Spiegel an und denkt:

  • „Warum kann ich einfach nicht ein paar Kilos abnehmen?“
  • „Wenn ich diesen dicken Bauch loswerden könnte, könnte ich endlich dieses tolle Kleid tragen.“
  • „Ich sollte heute endlich anfangen zu trainieren.“

Auf dem Weg vom Parkplatz zu ihrem Büro kommt sie an einem Geschäft vorbei und schaut sich im Schaufenster an.

Sofort startet der innere Kritiker wieder und ruft:

  • „Du meine Güte! Ich sehe heute wirklich schrecklich aus!“

Erkennst du dich wieder?

Als sie während der Mittagspause essen geht, denkt sie:

  • „Ich sollte eigentlich wieder mit einer Diät anfangen.“
  • „Der Urlaub steht vor der Tür und ich will mich auch mal im Bikini sonnen.“

Abends liest sie ein gutes Buch.

Bevor sie sich hinsetzt, schnappt sie sich drei Schokoriegel und isst sie geistesabwesend nacheinander.

Hinterher denkt sie:

  • „Ich habe heute schon wieder viel zu viel gegessen.“
  • „Ich sollte mich schämen!“
  • „So werde ich nie abnehmen.“
  • „Ich bin so ein Loser!“

Am liebsten würde sie alles wieder ausspucken.

Und wie geht es DIR nach solchen Tagen voller Selbstkritik?

Ressourcen:

Was hat der innere Kritiker mit negativen Gedanken zu tun?

Julias Selbstgespräche ist das von vielen Menschen, vor allem von Frauen.

Das ist nicht etwas, was sie hin und wieder denken.

Es ist etwas, das ihnen jeden Tag durch den Kopf geht.

Fast ohne Pause.

Schließlich findet sich ja immer etwas, worüber man über sich meckern kann.

Stimmt´s?

Und natürlich kann es JEDERZEIT passieren, dass du negative Gedanken über deinen Körper hast:

  • wenn du morgens aufstehst und dich auf die Waage stellst
  • wenn du in den Spiegel schaust, um dich zu schminken
  • wenn du jemanden siehst, der in deinen Augen besser aussieht
  • wenn man dir die Tür vor der Nase zuschlägt und du denkst, es liege an dir

Bei diesen und tausend anderen Situationen ist dein innerer Kritiker am Werk.

Er flüstert dir penetrant und permanent ins Ohr, wie unmöglich du aussiehst oder wie gut sich andere darstellen.

Und dadurch bestimmt er deine Handlungen in Bezug auf dein Körperbild.

Das kann dazu führen, dass du

  • weniger isst, bis du fast verhungerst,
  • bis zur Erschöpfung Sport treibst und
  • dich mindestens dreimal am Tag auf die Waage stellst

Positive Gedanken sind besser

Natürlich tauchen auch positive Gedanken auf, etwa diese:

  • „Wow! Ich sehe heute wirklich toll aus!“
  • „Ich liebe dieses Outfit und ich sehe so gut darin aus!“
  • „Ich finde mich heute super!“
  • „Mein Körper ist so fit und ich bin so stolz auf ihn.“

Wenn du jedoch nur negative Gedanken über deinen Körper (und damit über dich!) hast,

wirst du ständig versuchen, deine „Fehler“ zu beheben.

Du wirst dich immer nach dem „idealen Körper“ sehnen und versuchen, ihn zu erreichen.

Und du wirst in Bezug auf deinen Körper und dein Aussehen wenig Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein haben.

Ressourcen:

Wie stoppt man negative Gedanken über sein Aussehen?

So wie wir uns in die eine Richtung entwickeln, können wir uns natürlich auch in die andere entwickeln.

Das bedeutet, du kannst dir gezielt vornehmen, deinen inneren Kritiker zu zähmen und liebevoller und achtsamer mit deinen Gedanken umzugehen.

Dafür stelle ich dir jetzt eine kleine Übung vor.

Sie ist wirklich kurz.

Du musst bitte nur zu Ende lesen.

Und am Anfang ist es wichtig, dass du jeden Schritt mitgehst.

Wenn du wirklich deine negativen Gedanken umwandeln willst, lies die Übung einmal komplett durch.

Schnappe dir dann Stift und ein Journal oder Notizbuch und setze dein Vorhaben noch heute in die Tat um.

Lass uns starten.

Wie kann man herausfinden, welche negativen Gedanken über seinen Körper man überhaupt hat?

Schritt 1

Werde zu deinem schärfsten und gleichzeitig liebevollsten Selbst-Beobachter.

Verfolge mindestens eine Woche lang deine Gedanken zu deinem Körperbild.

Achte darauf, ALLE Gedanken aufzuschreiben – positive Gedanken und negative Gedanken.

Versuche zunächst nicht, einen Gedanken zu ändern.

Beobachte einfach, was du denkst und schreibe deine Beobachtungen in ein kleines Notizbuch oder gleich in dein Tagebuch.

Es geht darum, dass du dir deiner negativen Gedanken erst einmal bewusst wirst.

Schritt 2

Notiere nach Möglichkeit zu den Gedanken auch Datum und Uhrzeit.

Beachte auch, WAS genau du tust, wenn du einen bestimmten Gedanken hast.

Hier sind einige Beispiele:

Donnerstag, 3. Juni

  • 7:00 Uhr: Gleich nachdem ich mich gewogen habe, fühle ich mich so dick und denke, ich muss dringend abnehmen.
  • 12:00 Uhr: Ich aß zu Mittag einen großen Salat mit Käse und Truthahn, war stolz auf mich.
  • 14:30 Uhr: Aß einen Schokoriegel, um etwas Energie zu bekommen; angewidert von mir selbst, dass ich keinen Apfel gegessen hatte.
  • 19:30 Uhr: Fernsehen und Käse und Kekse gemampft; Werbespots mit schlanken Frauen angeschaut und mich schlecht gefühlt;

Schritt 3

Lies am Ende des Tages, was du alles aufgeschrieben hast.

Na?

Bist du überrascht oder hast du es erwartet?

Vermutlich wirst du nämlich ganz erschreckt feststellen, wie herabwürdigend und schlecht du über dich selbst geurteilt hast.

Du wirst wahrscheinlich sehr viel mehr negative als positive Gedanken aufgeschrieben haben.

Aber ich kann dich trösten:

Du bist nicht alleine.

Die überwiegende Mehrzahl der Frauen würde das, was sie zu sich selber „sagen“, nie einem anderen Menschen gegenüber äußern.

Wir gehen mit niemandem so kritisch um, wie mit uns selber.

Wenn du das ändern willst, lies bitte weiter.

Und MACH weiter.

Ressourcen:

Schritt 4

Finde nun noch genauer heraus, WANN du negative Gedanken über dein Aussehen hast.

  • Ist es jeden Tag zu einer bestimmten Zeit?
  • Zum Beispiel wenn du dich morgens wiegst oder wenn du abends beim Fernsehen naschst?
  • Hast du mehr negative Gedanken, wenn du in einer Zeitschrift blätterst oder
  • nachdem du dich mit deinem Partner gestritten hast?

Bestimmt erkennst du jetzt langsam das Muster.

Es geht darum, dass du deine Aufmerksamkeit schulst, sodass dir negative Gedanken nicht mehr so leicht entwischen können.

Schritt 5

Nimm dir die ersten 5 deiner notierten negativen Gedanken vor und schreibe jeden einzelnen auf eine eigene Seite in deinem Tagebuch.

Schritt 6

Überlege dir nun zu jedem dieser Gedanken etwas, wofür du dankbar sein kannst.

Schreibe diesen Gedanken direkt darunter.

Stelle dabei einen möglichst starken Zusammenhang zum negativen Gedanken her.

Beispiel:

  • „Ich fühle mich so dick.“

Diese Aussage könnte werden zu:

  • „Ich bin dankbar, dass ich so stark und authentisch bin.“

Wähle einen Satz, mit dem DU dich identifizieren kannst, der sich für dich „echt“, einfach gut und wahr anfühlt.

Ressourcen:

6-Minuten Tagebuch| Dankbarkeitstagebuch, Achtsamkeitstagebuch *

Schritt 7

Wenn du so mit allen 5 der aufgeschriebenen Sätze verfahren hast,

dann versuche, den Dankbarkeitssatz wirklich zu FÜHLEN.

Schalte gezielt auf Dankbarkeit um.

Es geht nicht darum, dir irgendwelche Sätze zu notieren, die in dir kein Gefühl der Dankbarkeit auslösen.

Es geht darum, auf das stolz zu sein, was du JETZT gerade bist.

Und dieses Gefühl ein paar Sekunden tief zu empfinden.

Beispiel:

Dein Dankbarkeitsatz könnte lauten:

  • „Ich bin dankbar, dass ich starke Füße habe, die mich sicher durchs Leben tragen.“

Lass dir deinen Satz buchstäblich auf der Zunge zergehen.

FÜHLE, wie toll es ist, dass du dich jederzeit auf deine Füße verlassen kannst.

Sie sind nicht mehr dick und unförmig, sondern bringen dich unermüdlich durch den Tag.

Dafür haben sie deine Dankbarkeit verdient, oder?

Was geschieht, wenn man negative Gedanken mit Dankbarkeit in positive umwandelt?

Wie sollte dir dieser Switch dabei helfen können, ein positiveres Selbstbild zu bekommen?

Du kannst dir unser Denken so vorstellen:

Stell dir eine Kreuzung vor.

Der Weg zum negativen Gedanken ist der alte Hauptweg.

Den bist du vielleicht schon viele Jahre gegangen.

Den kennst du. 😉

Aber jetzt schlägst du den anderen Weg ein: den Dankbarkeit – Fühlen – Weg.

Dadurch wird dieser neue Weg immer mehr ausgetrampelt.

Wahrscheinlich wirst du die ersten Male den neuen Weg vielleicht sogar noch mit der Machete wieder frei machen müssen.

Aber wenn du dran bleibst, wenn du dich wirklich weiterentwickeln willst,

dann besteht die reele Chance, dass der ehemalige Trampelpfad immer mehr zur Hauptstraße wird.

Und wenn du noch länger dranbleibst, wird er zur Chaussee.

Und irgendwann wird er umbenannt in die mehrspurige „Allee – der – tiefen – Dankbarkeitsgefühle“.

Ist das kein Versprechen, in das es sich zu investieren lohnt?

Ressourcen:

Fazit: So gehst du mit negativen Gedanken konstruktiv um

Nutze es, dass sich Synapsen im Gehirn neu bilden können.

Es ist eigentlich ganz einfach, negative Gedanken umzuwandeln.

Dazu musst du nur:

  • Deine negativen Gedanken durch achtsames Selbstbeobachten finden.
  • Jeden negativen Gedanken aufschreiben.
  • Ihn mit einem Gedanken der Dankbarkeit, der dazu gerade einen guten Bezug hat, ersetzen.
  • Und abschließend TIEFE Dankbarkeit, Freude oder Leichtigkeit empfinden.
    Am besten bis in die Fingerspitzen.

Vergiss nicht:

Wir werden, was wir fühlen!

Sei gut zu dir und wähle die Abzweigung zur „Straße – der – Dankbarkeit“.