5 kinderleichte Methoden zur Stärkung deiner Intuition

„Ich weiß es einfach…“

Ich war schon immer fasziniert von Menschen, die „nur wissen“, ohne logisch erklären zu können, woher sie es wissen.

Sie nennen das Gefühl dann oft „Bauchgefühl“.

So entwickelst du kinderleicht ein gutes Bauchgefühl

 

So hat zum Beispiel kürzlich eine Geschäftsfrau erzählt, dass sie ein Projekt angenommen hat.

Es geht weit über alles hinaus, was sie bisher getan hat.

Dennoch hatte sie volles Vertrauen, dass sie die verschiedenen Teile für alle perfekt zusammenfügen kann.

Als ich sie fragte, woher sie das wusste, war die Antwort:

„Ich weiß es einfach.

Ich weiß intuitiv, was ich tun muss.“

Und ich habe das selber bei mir selbst als auch bei vielen meiner Klienten beobachtet.

Dieses angeborene „innere Wissen“ ist ein wertvolles Geschenk, wenn du es mit weiser Entscheidung einsetzt.

Was ist Intuition bzw. Bauchgefühl?

Bei Wikipedia lesen wir:

„Intuition (von mittellateinisch intuitio = unmittelbare Anschauung, zu lateinisch intueri = genau hinsehen, anschauen)ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen.

Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen.

Der die Entwicklung begleitende Intellekt führt nur noch aus oder prüft bewusst die Ergebnisse, die aus dem Unbewussten kommen.

Kritisch ist hierbei zu sehen, dass bei positiver Wirkung einer – zunächst nicht begründbaren – Entscheidung gerne von Intuition gesprochen wird, während man im Falle des Scheiterns schlicht „einen Fehler gemacht“ hat.

Wobei es gerade keinen Mechanismus gibt zu prüfen, welche mentalen Vorgänge zur jeweiligen Entscheidung führten. (…)“ (Quelle)

Für mich ist „Intuition“ eine ganzheitliche ‚Ahnung‘ oder ein ‚Bauchgefühl‘.

Ein Gefühl von Berufung oder überwältigender Gewissheit und ein Bewusstsein für ein Wissen, das außerhalb der bewussten Wahrnehmung steht.

Intuition ist weder irrational noch das Gegenteil von Logik.

Vielmehr ist sie, wie die Forscherin Kamila Malewska in einem Artikel der Zeitschrift Scientific American schreibt,

„ein schnellerer und automatischer Prozess, der die vielen tiefen Ressourcen an Erfahrung und Wissen auslotet, die Menschen im Laufe ihres Lebens gesammelt haben“.

Und wie Daniel Kahneman in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ * erklärt, haben wir alle zwei Systeme, die unsere Art zu denken und Entscheidungen zu treffen bestimmen.

  • Das erste System ist schnell, intuitiv und emotional.
  • Das zweite System ist langsamer, überlegter und logischer.

Die meisten von uns haben gelernt, Fähigkeiten und Denkweisen rund um das zweite logische System zu entwickeln.

Aber wir können das erste System (unsere Intuition) auch bewusster entwickeln.

So erweitern wir Intelligenz auf verschiedenen Ebenen.

Ein bestimmtes „Bauchgefühl“ haben

Intuition bedeutet für die meisten Menschen, ein gewisses „Bauchgefühl“ zu haben.

Die Forschung deutet darauf hin, dass Emotionen und Intuition in unserem Darm physisch präsent sind.

Unser Körper hat daher die Fähigkeit, intuitiv zu reagieren.

Buchtipp: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ *

Der Darm ist mit einem Netzwerk von Neuronen ausgekleidet, die oft als „zweites Gehirn“ bezeichnet werden.

Dieses Netzwerk von Neuronen ist als enterisches Nervensystem bekannt.

Es enthält etwa 100 Millionen Neuronen, mehr als das Rückenmark und das periphere Nervensystem, aber weniger als das Gehirn, das etwa 100 Milliarden Neuronen besitzt.

Mit anderen Worten, das „Darmhirn“ unterstützt in erheblichem Maße das Gehirn in unserem Kopf.

Darüber hinaus befinden sich 95% des körpereigenen Serotonins, eines natürlichen Stimmungsstabilisators, ebenfalls im Darm.

Diese Übung hilft dir, deiner Intuition mehr zu vertrauen

Stelle dir zwei Szenarien vor:

Szenario A

Denke an eine Zeit, in der du deiner Intuition gefolgt bist und es geklappt hat.

Erinnere dich an diese Erfahrung so lebhaft wie möglich, bringe dich jetzt in jenen Zustand der Freude von damals.

Notiere am besten diese Erinnerung.

Szenario B

Denke nun an eine Zeit, in der du deiner Intuition gefolgt bist und es nicht geklappt hat.

Erinnere dich auch hierbei so lebhaft wie möglich an diese Erfahrung.

Schreibe sie ebenfalls in kurzen Stichworten auf.

Lesetipp: Wie du dein Unbewusstes mit Hilfe deiner Intuition gezielt nutzen kannst

Schlüsselfragen

Beantworte nun für jedes Szenario folgende Fragen:

  • Wo war ich?
    Mit wem war ich zusammen?
    Was geschah?
    Was geschah zu diesem Zeitpunkt in meinem Körper?
    Was war die auffälligste Empfindung?
    Was geschieht in meinem Körper, während ich mich an diese Erfahrung erinnere?

Die körperliche Erfahrungen der Intuition festhalten

Halte nun bitte die Erfahrungen, was in deinem Körper geschah, in zwei (oder drei) Worten fest.

Benenne dabei sowohl deine Empfindung als auch einen Ort (d.h. wo im Körper).

Zum Beispiel:

zerfurchte Stirn, aufgewühlter Darm, enger Kiefer, trockener Mund, Herzrasen, schneller Atem, angespannte Muskeln, Gänsehaut auf der Haut und so weiter.

Stelle fest, ob die Empfindung und der Ort in jedem Szenario gleich oder unterschiedlich waren.

Buchtipp:  Die Botschaft deines Körpers entschlüsseln

Was lernst du daraus?

Ich selber habe aus dieser Übung folgende Schlüsse gezogen:

Wir können lernen zu verstehen, wie unsere Intuition zu uns spricht und wo und wann sie auftaucht.

Dann können wir unsere Intuition entwickeln und lernen, ihr zu vertrauen.

Insgesamt habe ich drei wichtige Lehren aus diesen Szenarien gezogen:

1.

Wie unser Intellekt ist auch die Intuition ein natürlicher Teil unserer Intelligenz.

2.

Die Intuition ist noch nicht 100% genau, und unser Intellekt ist auch nicht 100% genau.

Unsere körperlichen Reaktionen sind erlernt und auch angeboren.

3.
Damit wir unsere Intuition clever einsetzen können, müssen wir unsere internen Signale besser erkennen und verstehen.

Lesetipp: 5 effektive Achtsamkeitsübungen für mehr Gelassenheit in stressigen Situationen

5 kinderleichte Methoden, um deine Intuition zu trainieren

1.

Lerne, die einzigartigen Signale deines Bauchgefühls zu verstehen.

Sei achtsam darin zu erkennen, wo und wann sie auftauchen.

Nutze ein Journal, um deine Signale festzuhalten.

2.

Lerne, auf deinen Körper und seine individuellen Signale zu hören.

Werde insgesamt achtsamer, weniger hektisch und gestresst.

3.

Übe dich darin, die „Kopf – Herz – Darm“ – Checks zu machen.

So kannst du aus der Intelligenz aller Drei an Weisheit und Intuition gewinnen.

Denn du triffst bessere Entscheidungen und bist mit dem verbunden, was dich wirklich ausmacht.

4.

Verwende Praktiken der Meditation, Stille und Achtsamkeit, um deinen Geist zu beruhigen und tiefer zu denken.

Verbinde dich regelmäßig in der Stille mit deiner inneren Weisheit verbinden und lass dich auf ihre Kreativität ein.

5.

Halte dich durch das Lesen neuer Erkenntnisse über Intuition und Bauchgefühl auf dem Laufenden.

So vertiefst du dein eigenes Verständnis, machst wichtige Erfahrungen und stärkst dein Selbstvertrauen.

Sei gut zu dir und verbinde dich regelmäßig mit deiner inneren Weisheit, um ganzheitliche Entscheidungen zu treffen.