Du hast den Kleiderschrank ausgemistet.
Drei Säcke weggebracht.
Termine abgesagt.
Kontakte gelöscht, die längst nur noch aus Geburtstagsgrüßen und schlechtem Gewissen bestanden.
Für einen Moment fühlte sich alles leichter an.
Dann wurde der Schrank wieder voller.
Der Kalender auch.
Und plötzlich hattest du erneut zehn Dinge im Kopf, die du irgendwann noch klären, erledigen oder entscheiden wolltest.
Vielleicht liegt es nicht daran, dass du schlecht im Loslassen bist.
Vielleicht räumst du immer nur das weg, was sichtbar geworden ist.
Und lässt das Muster unangetastet, das dein Leben regelmäßig wieder auffüllt.
Denn wir sammeln nicht nur Dinge.
Wir sammeln Möglichkeiten, die wir nicht aufgeben wollen.
Aufgaben, durch die wir uns gebraucht fühlen.
Beziehungen, für deren Ende wir uns verantwortlich fühlen.
Und Versionen von uns, die längst nicht mehr passen, aber einmal für Sicherheit gesorgt haben.
Das ist der Punkt, an dem Entrümpeln aufhört, eine Ordnungsfrage zu sein.
Und anfängt, etwas über dein inneres Muster zu erzählen.
…
Das Leben entrümpeln: Warum der freie Platz immer wieder voll wirdWeiterlesen »