Loslassen ist schwer, aber festhalten wollen kostet dich noch viel mehr Energie

Festhalten wollen macht uns Stress und erfordert unglaublich viel Kraft in Form von Beharrlichkeit, Hartnäckigkeit oder

Stress und das ständige Beschäftigen mit Dingen, die wir endlich gehen lassen sollten, machen uns krank. Wir können Depressionen, Beziehungsprobleme, Unzufriedenheit oder eine stressbedingte Krankheit entwickeln.

Auf die eine oder andere Art werden wir immer irgendwo Stress empfinden, weil wir nicht loslassen können von dem, was uns belastet.

Wie kannst du lernen, damit umzugehen?

Meiner Erfahrung und Beobachtung nach liegt die Ursache von Stress sehr oft darin, dass wir festhalten wollen an Dingen, Menschen, Einstellungen, Ideen oder Vorstellungen von uns und wie die Welt zu funktionieren hat.

Festhalten wollen oder loslassen

 

Wir hoffen zum Beispiel, dass sich alles so entwickelt, wie wir es uns wünschen. Wir tun alles, damit es so kommt, wie wir es geplant haben und das alleine macht uns schon Stress*.

Und um wie viel mehr fühlen wir uns gestresst, wenn sich die Dinge anders entwickeln als geplant!

Wenn sich plötzlich Türen schließen oder Hindernisse in den Weg stellen.

Solange du an Menschen, Vorhaben, Plänen festhältst, setzt du dich enorm unter Druck.

Du wirst frustriert, weil festhalten wollen nicht funktioniert und häufig zeigt sich dieser Stress in körperlichen Symptomen.

Was kannst du tun, um das zu beenden? Wie kannst du freier und leichter werden?

Festhalten wollen erfordert viel mehr Kraft als loslassen

Erkenne, dass du nicht festhalten musst, weil es nichts gibt, an dem du festhalten könntest.

Das, woran du festhalten möchtest, als ob es sich um reale Dinge handeln würde, gibt es nicht wirklich. Sie existieren nur in deiner Phantasie.

Nur in deiner Vorstellung gibt es Wünsche, Ängste, Sorgen oder Not.

Diese Vorstellungen sind nicht echt, du kannst sie nicht anfassen und nicht verändern.

Woran willst du also noch länger festhalten?

Lass mich dir einen Vergleich geben, warum festhalten wollen sogar gefährlich für dich werden könnte:

Stell dir vor, du schwimmst in einem Fluss und versuchst verzweifelt, nach einem Ast zu greifen.

Du bist völlig gehetzt, atemlos, voller Angst. Du schlägst um dich, gehst unter, schnappst nach Luft, Wasser schwappt in deine Lunge.

Stress pur.

Plötzlich stellst du fest, dass es um dich herum weit und breit keinen Ast gibt, an dem du dich festhalten könntest.

Nur das Wasser ist um dich herum.

Du kannst jetzt entweder weiter verzweifelt nach einem Ast schlagen –

oder akzeptieren, dass es nur Wasser um dich herum gibt.

Sobald du erkennst, dass es nichts zum Festhalten gibt, kehrt Ruhe ein

Du bist im JETZT und hast akzeptiert, dass es nur dich und das Wasser gibt.

Du lässt dich treiben, du leistest keinen Widerstand und du hältst an nichts fest.

Du vertraust dem natürlichen Fluss des Lebens und sagst JA zu allem, was kommt.

Wie viel leichter nun alles ist! So leicht, dass du die Reise sogar genießen könntest!

Genau so verläuft unser Leben:

Wir treiben in einem endlosen Ozean, Dinge erscheinen und verschwinden wieder. Wir müssen an nichts festhalten.*

Alles ist da, wenn es da sein soll.

Warum also festhalten wollen?

Was für einen Sinn macht es, deine ganze Energie in etwas zu stecken, was nur in deiner Phantasie existiert?

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Hier habe ich eine kleine Übung für dich, die du jederzeit machen kannst, wenn du merkst, dass du festhältst aber lieber loslassen willst:

  • Überlege, was dich unter Stress setzt und dir schlaflose Nächte bereitet. Das ist das, was du festhältst.
  • Stell dir – nur für einen Moment – vor, dass das, woran du eben noch festhalten wolltest, nicht existiert. Es ist einfach nicht da.
  • Du schwimmst in einem Fluss, es gibt nichts zum Festhalten*. Nur du und das Wasser.
  • Was verändert sich in dir, wenn du dir das vorstellst?

    Sei gut zu dir und versuche nicht länger, festhalten zu wollen, was dich nach unten zieht.