Wie du es schaffst, dich selbst und andere, einfach weniger zu belügen

Lügen ist Stress für deinen Körper. 

Warum schwindeln und lügen wir immer mal wieder, wenn wir doch wissen, dass Lügen kurze Beine haben?

Vielleicht, weil es manchmal leichter ist zu lügen?

Es ist bequemer für uns und erspart uns so manche Erklärung.

Manchmal erwarten sogar andere von uns, dass wir nicht alles sagen, was wir wissen.

Beispielsweise, wenn jemand schwer erkrankt ist, davon aber nichts erfahren soll. Dann erwartet man von uns, dem Kranken gegenüber immer hoffnungsfroh zu sein, auch wenn wir innerlich zweifeln.

Lügen und Selbstlügen beenden

 

Aber bedeutet, nicht darüber zu sprechen, automatisch auch nicht lügen?

Ob wir nun aus freien Stücken oder auf Druck von außen schwindeln, unser Körper zeigt immer anhand kleinster Veränderungen *, dass wir lügen.

Lügen ist Stress für den Körper und für unser Gefühlsleben. Denn die meisten von uns fühlen sich schuldig, wenn wir flunkern.

(Ausgenommen sind diejenigen, die notorische Lügner sind und Lügen zu ihrem Hobby gemacht haben.)

Aber Schuld ist nicht die einzige Nebenwirkung, die sich aus einer Lüge ergibt.

Lügen ist Stress auf mentaler und körperlicher Ebene.

Wenn wir bewusst lügen oder wichtige Dinge verschweigen, setzt unser Körper Stresshormone frei.

Diese aktivieren in hohem Maße unsere Energiereserven und bereiten unseren Körper auf Flucht oder Kampf vor, um dieser Stress-Situation zu entkommen.

Diese Energiereserven führen dazu, dass unser Puls steigt, unser Atem flacher und schneller wird, unsere Verdauung sich verlangsamt und unsere Muskeln und Nervenfasern sich verhärten.

So reagiert unser Körper auf jede Art von Stress *.

Das Problem ist nicht, dass unser Körper auf Stress so reagiert, wie es biologisch vorgesehen ist, sondern dass es oft zu einem Langzeitstress kommt.

In lang anhaltenden stressigen Zeiten führen diese sinnvollen körperlichen Reaktionen zu Symptomen wie Herzerkrankungen, Schlaganfällen oder chronisch hohem Blutdruck.

Sich selber belügen.

Neben den Lügen, die wir anderen erzählen, spielen auch die Lügen, die wir uns selber erzählen, eine große Rolle. Diese Lügen nennen wir Selbstbetrug *.

Selbsttäuschung ist eine Form von Stressbewältigung, damit wir uns schmerzhaften Ereignissen nicht stellen müssen.

So kann es passieren, dass du leugnest, dass ein bestimmtes Ereignis überhaupt stattgefunden hat.

Du ignorierst bewusst oder unbewusst die Realität und ersetzt sie durch deine Wunschvorstellung.

Jeder neue Tag bringt Lügen mit sich. Die schlimmsten sind jene, die wir uns selbst erzählen bevor wir einschlafen. Wir flüstern sie in die Dunkelheit und reden uns ein, dass wir glücklich sind. Oder dass er glücklich ist. Dass wir uns ändern können. Oder dass er seine Meinung ändern wird.

Wir überzeugen uns selbst, dass wir mit unseren Sünden leben können. Oder dass wir ohne ihn leben können. Ja, jede Nacht bevor wir einschlafen, belügen wir uns selbst. In der ach so verzweifelten Hoffnung, dass am nächsten Morgen alles wahr sein wird. (Mary Alice Young)

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So willst du die negativen Emotionen *, die das Ereignis in dir ausgelöst hat, unbewusst dämpfen und Zeit gewinnen, um damit umzugehen.

Leugnen und wegschauen führt dazu, dass du keine Hilfe annehmen kannst, ja, noch nicht einmal annehmen willst.

Du erkennst ja kein Problem, auch wenn andere schon länger bemerkt haben, dass es ein Problem gibt.

Lügen und der Domino Effekt.

Wenn wir aufhören, andere und uns selber zu belügen, werden wir viel gelassener und Stresshormone machen uns nicht mehr krank.

Diejenigen von uns, die die Bürde einer großen (Lebens-) Lüge auf ihren Schultern tragen, leiden verständlicherweise am meisten.

Aber auch kleinere (Alltags-) Lügen schädigen uns auf Dauer, weil unser Denken und unser Körper ständig unter Strom stehen.

Denn es erfordert viel Aufwand, uns selber und anderen gegenüber immer wieder die Lüge auftischen zu müssen.

Da wir selber ja wissen, wenn wir schummeln, müssen wir darauf achten, was wir sagen, in welcher Reihenfolge wir was sagen und uns immer neue Faktoren merken.

Aber nicht nur das: Es entsteht auch ein Dominoeffekt.

Denn eine Lüge bedarf weiterer Lügen, um diese erste Lüge aufrecht zu erhalten.

Es wird schwieriger für uns, uns aus dem Lügennetz zu befreien, so dass wir den Stresspegel ständig erhöhen *.

Im Gegenzug wird es leichter für uns, bei der Wahrheit zu bleiben, wenn wir  anfangen, die Wahrheit auszusprechen.

Die Wahrheit verursacht uns keinen Stress und wir müssen nicht ständig darauf achten, uns nicht zu verplappern.

Denn nichts ist schlimmer, als bei einer Lüge ertappt zu werden.

Wir fühlen uns peinlich berührt, vorgeführt und wissen, dass wir beim anderen viel Vertrauensvorschuss verloren haben.

Dem anderen, der dich bei der Lüge erwischt hat, wieder gegenüber treten zu müssen, stresst dich noch mehr.

Und so kommst du aus dem Lügenstress in den Stress, bei einer Lüge erwischt worden zu sein.

Wenn du dich selber und gerne auch einmal andere immer mal wieder belügst, helfen dir diese Tipps, davon loszukommen:

1.

Finde heraus, in welchen Situationen du am meisten lügst. Was erhoffst du dir davon? Was willst du vermeiden und was bekommen?

2.

Wenn du dich das nächste Mal dabei ertappst, schwindeln zu wollen, halte inne und sage erst einmal nichts. Warte ab und beobachte, wie sich das anfühlt. Denn auch Schweigen will gelernt sein.

3.

Die größte Herausforderung aber auch die intensivste Entwicklung wird sein, ein paar deiner alten Lügen selber zu korrigieren. Bei wem schaffst du es zu gestehen, dass du geschwindelt hast? Probiere es aus und spüre, wie sich das anfühlt.

Sei gut zu dir und mache Ehrlichkeit zu einem wichtigen Wert in deinem Leben.