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Warum Diäten nicht funktionieren und was du wirklich ändern musst, um Erfolg zu haben

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Du hast schon viele ausprobiert:

  • Stoffwechseldiät
  • Low Carb Diät
  • Atkins Diät
  • South Beach Diät
  • Blitz-Diät
  • Eier Diät
  • Glyx Diät
  • HCG Diät
  • Kohlsuppen-Diät
  • Null-Diät
  • Schlank im Schlaf
  • Saftfasten
  • Weight Watchers

Es gibt noch zahlreiche mehr, die du hier nachlesen kannst, wenn du immer noch die Hoffnung hast, irgendwann mal die richtige für dich zu finden 😉

Ich kenne keine Frau, die nicht mindestens einmal in ihrem Leben eine Diät gemacht, ihre Ernährung umgestellt oder gefastet hat. 

Mich eingeschlossen.

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Und trotzdem: Diäten funktionieren nicht. Oder jedenfalls nicht auf Dauer. Und nicht, wenn du alles andere unverändert lässt.

Viele meiner Klienten möchten gerne ein paar Kilos abnehmen und sich gesünder ernähren.

Aber das klappt einfach nicht.

Warum eigentlich nicht?

Bei der Vielzahl der Diäten, den hundert Diätplänen und tausend Listen der erlaubten Lebensmittel müsste es doch ein Leichtes sein, erfolgreich abzunehmen

Und ebenso leicht müsste es sein, die Ernährung auf „gesund“ umzustellen.

Aber genau das ist es eben nicht. 

Wir merken, dass unsere Hose zwickt und entscheiden uns mehr oder weniger überzeugt für eine Diät.

Wir fangen an. Wir halten einige Tage durch. Und dann überkommt uns der Heißhunger.

Oder vielleicht nehmen wir auch erfolgreich mehrere Kilos ab, bewegen uns regelmäßiger, trinken grüne Smoothies und essen Kohlsuppe.

Wir sind wirklich stolz auf uns: Zwei Größen kleiner! Was für eine tolle Sache!

„Hast du abgenommen?“, ist das größte Kompliment, das man uns gerade machen kann. Wir leben wieder!

Und dann … eher früher als später … verlässt uns die Motivation und wir erlauben uns wieder Schokolade, Hamburger und Chips.

Und zwar noch viel mehr als vorher, weil wir sie ja so lange entbehren mussten.

Aber morgen. Morgen esse ich wieder weniger 😉

Das kennst du, oder?

Wenn du dich gefragt hast, warum Diäten nicht funktionieren, dann begleite mich ein Stück bei meinen Überlegungen.

Was ich nämlich immer wieder beobachte ist, dass Essen für uns Menschen viel mehr ist als physisches Überleben.

Wenn wir Hunger haben, stopfen wir unser Loch im Bauch mit Lebensmitteln.

Stopfen wir vielleicht auch noch etwas ganz anderes?

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Vielleicht soll das, was wir oft unkontrolliert und innerhalb kürzester Zeit in uns hineinstopfen, eine Lücke schließen, die noch ganz woanders liegt.

Wir müssen sie stopfen, damit wir nicht immer so schmerzhaft an sie erinnert werden.

Uns fehlt etwas, was wir vielleicht noch gar nicht kennen. Wir spüren nur diese Leere und stopfen sie mit Chips, Pommes, Pizza oder Schokolade.

Ohne Nahrung würden Menschen und Tiere innerhalb weniger Wochen verhungern.

Für uns hat Nahrung aber auch im übertragenen Sinne eine faszinierend wichtige Bedeutung:

Wir sehnen uns nach etwas und haben im Essen eine schnell wirkende Droge gefunden, diese Sehnsucht zu stillen.

Diäten funktionieren nicht, weil Essen für dich sein kann:

  • Ein Mittel, um mit Stress umzugehen.
    Wenn du isst, weil du dich gestresst fühlst, dann wird dir etwas fehlen, wenn du dich gesund ernähren willst.
    Wie wirst du mit Stress umgehen, wenn du die Schokoriegel streichst, die dir bisher ein Gefühl von Süße gegeben haben?
  • Ein Mittel, um Liebe zu empfinden.
    Oft setzen wir Essen mit Liebe gleich. Die Werbung weiß das ganz genau. Denk nur an diese Werbeslogans:
    „Aus Liebe zum Essen.“
    „Backen mit Liebe.“
    „Liebe ist, wenn es Landliebe ist.“
    „Essen mit Lust und Liebe.“
    Schon deine Mutter und bestimmt deine Oma haben dir Süßigkeiten und Kekse gegeben, um dir als Kleinkind eine Freude zu machen. Und dein erster Freund hat dich zum Essen eingeladen – ein Zeichen seiner Zuneigung. Essen wurde ein Ersatz für Liebe.
    Wo wirst du stattdessen Liebe finden, wenn du keine Burger mehr isst?
  • Ein Mittel, um uns wieder aufzurichten, wenn wir uns traurig oder enttäuscht fühlen.
    Wie wirst du mit diesen Gefühlen umgehen, wenn Schokolade nicht mehr die Traurigkeit betäubt?

  • Ein Mittel zur Belohnung, wenn du etwas Tolles geleistet hast.
    Kannst du lernen, dir eine andere Art von Anerkennung zu geben?
  • Ein Mittel um soziale Kontakte zu pflegen. Wenn du nicht mehr Essen gehen als Grund nimmst, dich mit Freunden zu treffen –
    Wie kannst du ihnen stattdessen sagen, dass sie dir wichtig sind?
  • Ein Mittel gegen Langeweile.
    Wie kannst du mehr Farbe in dein Leben bringen, wenn die bunten Marshmellows fehlen?
  • Ein Mittel gegen deinen Ärger und Frust.
    Welche Methode eignest du dir an, damit Essen nicht mehr dein Kampfmittel gegen diese Gefühle ist?
  • Ein Mittel, um gute Gefühle zu bekommen.
    Was kannst du stattdessen tun, um dich stark, angenommen und umsorgt zu fühlen?

Alle Mittel (und bestimmt viele mehr, die meisten davon sind uns nicht bewusst) sind Bedürfnisse und Sehnsüchte, die wir in uns verspüren – und die wir uns auch nicht eingestehen.

Brauchen wir nicht alle Belohung, Anerkennung, Liebe und Möglichkeiten, mit Stress, Langeweile, Traurigkeit, Alleinsein, Ärger und Frustration umzugehen?

Vielleicht ist Essen für dich dazu geworden:

Ein Kick, den du dir immer dann verpasst, wenn du spürst, dass dir etwas fehlt, für das du aber noch nicht einmal Worte hast.

Du kannst dich nicht gesund ernähren und abnehmen, wenn du dir das Essen verbietest, ohne dafür einen (gesunden) Ersatz zu finden.

Auch Diäten funktionieren nicht, solange du die geliebten honigsüßen Schweineohren nicht mit echter Zuneigung (auch zu dir selber) ersetzt.

Schließlich, vergiss nicht, diente Essen ja bisher dazu, dich seelisch zu nähren, dir Streicheleinheiten zu geben.

Diäten funktionieren nicht, denn:

Du nimmst etwas weg – und füllst die Lücke nicht wieder auf.

Die Lücke fühlt sich aber nicht gut an. Und weil du nicht weißt, wie du sonst deinen Ärger oder deine Sehnsucht nach Liebe füllen kannst, füllst du sie wieder mit Essen.

So entsteht der berüchtigte Jo-Jo-Effekt.

                                   Mein Buchtipp:

Wenn du abnehmen oder deine Ernährung auf gesünderes Essen umstellen willst, dann musst du vor allem herausfinden, welche Lücke das Essen in deinem Leben stopfen soll.

Im zweiten Schritt musst du dann Wege finden, um das, was das Essen bisher kompensiert hat, mit für dich besseren Gewohnheiten aufzufüllen.

Solche Gewohnheiten können sein:

  • Sport und Bewegung – hilft gegen Stress, Langeweile, Ärger. Jogger kennen das Gefühl der Euphorie nur zu gut. Sport kann also auch als Belohnung fungieren.
  • Meditation – eine tolle Möglichkeit, um in deine Mitte zu kommen und ein Gefühl neu zu bewerten
  • Tee – hilft bei Stress, Ärger, Langeweile. Kann dir auch zu einer Quelle der Belohnung werden. Denk nur an die Teezeremonien anderer Kulturen.
  • Freunde – Bei ihnen findest du Zuneigung, Anerkennung, Freude. Sprich dich aus, macht Sport zusammen oder wärmt euch am Kamin. All das sind tolle Möglichkeiten, um Langeweile, Traurigkeit und Stress zu kompensieren und Essen als Ersatz überflüssig zu machen.
  • Aufräumen – Für manche kann auch das ein sehr angenehmer Akt des Loslassens sein. Es hilft bei Langeweile, Stress und Frustration.
  • Alleinsein – Mir hilft alleine sein dabei, meine Gefühle zu ordnen und zu entspannen. Das zu tun, was man möchte, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, ist eine Belohnung. Belohne dich damit anstatt zu Süßigkeiten zu greifen.

Du kennst sicher noch viele Möglichkeiten, um dir gute Gefühle zu vermitteln. Probiere aus, welche dir die größte Befriedigung geben.

Worauf ich dich hinweisen möchte, ist:

  • Überlege dir rechtzeitig, bevor du deine Ernährung umstellst oder mit einer Diät beginnst, wie du die Lücke, die das Essen bisher für dich gefüllt hat, schließen kannst.
  • Und wenn du deine Diät machst, achte darauf, wann Heißhungergefühle sich melden und frage dich, worauf sie dich aufmerksam machen wollen.
    Was vermisst du? Was wünschst du dir wirklich?
  • Achte auf deine Gefühle und dann tu etwas, was dir Freude bringt, ohne dass du meinst, dir etwas zu versagen, weil du auf dieses saftige, süße oder fettige Essen verzichtest.

Lerne, die Lücke sinnvoll für dich zu füllen!

Und sei geduldig. Eine neue Angewohnheit musst du immer wieder trainieren.

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Zusammenfassung:

Essen ist für uns soviel mehr, als wir uns eingestehen.

  • Als Kind bekommen wir Essen (besonders das ganz süße) als Ausdruck für Liebe, Zuneigung, Belohnung und Anerkennung.
  • Die begehrten Süßigkeiten werden uns entzogen, wenn wir unfolgsam, aufmüpfig oder quengelig waren.
  • Wir haben gelernt im Kino, beim Fernsehen, zum Gespräch mit Kollegen und Freunden zu essen.

Wir werden dicker und ungesünder, weil wir uns davon abhängig gemacht haben, Essen als Ersatz dafür zu benutzen, was wir uns wirklich ersehnen.

Essen per se macht uns nicht dick und krank.

Es ist die unbewusste Verbindung von Essen = (Selbst-) Liebe, die uns schädigt

Wenn du Liebe und Anerkennung brauchst, dann entkopelle das Essen davon und suche dir andere Möglichkeiten. Ein paar habe ich dir oben vorgeschlagen.

Das gleiche gilt übrigens auch für alle anderen Süchte, sei es an den Nägeln knabbern, Rauchen, Alkohol trinken oder sich einzelne Haare ausreißen.

Bevor du mit einer Angewohnheit aufhörst, entscheide dich, wie du das Gefühl, weswegen du sie dir einmal angeeignet hast, auf bessere Art und Weise empfinden willst.

Wir benutzen unsere Süchte als Krücken, um mit unseren wahren Bedürfnissen fertig zu werden. 

Finde neue Wege, deine Bedürfnisse zu erfüllen und du reist weiter mit leichtem Gepäck.

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