Warum positives Denken nicht so einfach ist und wie du trotzdem gut zu dir sein kannst

Achtsamkeit, Leben im Hier und Jetzt, präsent sein, positives Denken entwickeln – alles ganz einfach, oder?

Die Gedanken kommen und gehen lassen, Gefühle loslassen, sich selber lieben und wertschätzen – alles kein Problem, nicht wahr?

Aber ist das wirklich so einfach?

Was haben dir hunderte von Selbsthilfe-Bücher, das Austesten verschiedener Techniken des Loslassens oder Meditation gebracht?

Bist du ruhiger, gelassener, achtsamer geworden?

Wenn dir das nicht so leicht gelungen ist, dann befindest du dich in bester Gesellschaft und hast nichts falsch gemacht.

Denn viele Menschen werden ihre negativen Gedankenströme und belastenden Gefühle einfach nicht los. Sie leiden unter Panikattacken oder fühlen sich ausgelaugt und leer.

Manche greifen zu Antidepressiva und Schlaftabletten  in der Hoffnung, nun endlich zur Ruhe zu kommen.

Positives Denken gelingt durch Achtsamkeit

 

Der Gesundheitsreport 2017 der DAK nennt etwa 3 Millionen Arbeitnehmer, die regelmäßig Schlaftabletten nehmen. 

Und vielleicht kannst auch du nicht immer richtig tief und ausreichend genug schlafen.

Deine Gedanken drehen sich im Kreis, du machst dir zu viele Sorgen, bist vielleicht verbittert oder ausgelaugt.

Was stimmt nicht mit dir, wenn doch so viele von ganz einfachen Schritten erzählen, die du machen kannst, um ruhiger und gelassener zu werden?

Du weißt, dass du „positiv denken“ und dich nur auf das konzentrieren sollst, was du dir wünschst – aber es funktioniert nicht.

Als Folge davon fühlst du dich unfähig oder glaubst, die beschriebenen Techniken für mehr Gelassenheit seien nichts für dich.

Positives Denken erfordert Achtsamkeit.

Positives denken scheint der Schlüssel zur Lösung zu sein. Seltsam nur, dass die Statistiken eine andere Sprache sprechen und es noch nie so viele Menschen mit Burnout gab.

Der Weltgesundheitstag 2017 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Depression und stellte fest, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche depressiv sind.

Positives Denken – ja, das scheint uns nicht leicht zu fallen, obwohl wir mittlerweile wissen, wie stark uns unsere Gedanken prägen und beeinflussen.

Lass uns mal überlegen, warum es so schwer ist, leicht zu denken und die Welt mit einem Schmunzeln zu betrachten.

Früher hat es ja noch gereicht, perfekt auszusehen, das perfekte Bild auf Instagram zu posten – jetzt sollst du aber auch noch perfekt denken.

Aber du bist kein Roboter. Deine Gefühle zu verleugnen würde gleichzeitig auch dein Mensch-Sein verleugnen.

Denn das zeichnet uns ja gerade aus: Dass wir fähig sind, tief zu leiden und tiefe Freude zu empfinden.

Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt.

Es ist ok, wenn du dich schlecht fühlst.

Du darfst zu deinen Gefühlen stehen.

Auch die großen Mystiker und Heilige waren nicht perfekt.

Im Buddhismus beispielsweise weiß man, dass Schmerz zu empfinden, unvermeidlich ist. Nur wenn du zu wirklicher Trauer fähig bist, kannst du auch wirkliches Glück empfinden.

Die Alten Meister wussten, dass negatives Denken zu unserer Reise dazu gehört. Es ist absolut erlaubt, dass du dich manchmal selber nicht leiden magst.

Wenn du mehr von dir erwartest, als du im Augenblick geben kannst, dann führt das auch nur zu mehr Stress und Selbsthass.

Viele Menschen, die durch dunkle Zeiten gegangen sind, kommen gestärkt daraus hervor – wenn sie verstehen, dass diese Zeiten dazu da sind, um zu wachsen, nicht um zu verzweifeln.

Die Spannung in unserem Leben ist das, was uns Leben spüren lässt.

Wenn du dich schlecht fühlst, schaltet sich dein Verstand ein und suggeriert dir, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, diesem Gefühl zu entfliehen.

Obwohl das Sinn macht, hindert dich genau dieser Gedanke daran, aus dem Tief wieder herauszukommen.

Stell dir ein riesiges Spinnenetz vor:

Je mehr du darin zappelst, desto mehr verfängst du dich, bis es dir unmöglich ist, dich zu befreien.

Dir bleibt immer die Wahl: Fliehen oder kämpfen.

Eigentlich gibt es in jeder Situation genau zwei Wahlmöglichkeiten:

  • Du nimmst das an, was gerade ist.

    Oder

  • Du kämpfst dagegen an.

Wenn dein Verstand dir sagt „denk positiv“ und du es nicht kannst, führt das zu Selbstkritik. Unterbewusst läuft das Programm: Ich sollte mich nicht so anstellen.

Du kaufst dir vielleicht Bücher, um zu lernen, wie du aus diesen Gefühlen wieder hinauskommst – während du dich immer weiter darin verstrickst. 

Du zappelst im Netz.

 

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Was kannst du wirklich tun?

  • Stell dich deinem Gefühl, schau es an, nimm es an.

    Beispiel:

  • Ja, ich fühle tiefe Traurigkeit in mir, das ist wahr.

Kämpfe nicht gegen das Gefühl, leugne es nicht, lauf nicht weg.  Wohin denn auch?

Schließe Frieden mit der Situation, die jetzt gerade ist.

Nur dann kannst du dorthin gelangen, wo es sich besser anfühlt.

Annehmen, was gerade ist.

Gut. Du bist am Boden zerstört. Und doch ist das nicht das Ende der Welt.

Es ist ein Teil der Welt.

Das Leben geht weiter. Neue Ideen werden sich zeigen. Deine Gefühle werden sich ganz selbstverständlich verändern.

Vielleicht kannst du nicht akzeptieren, was geschieht. Aber du kannst dich selber annehmen, wie du bist:

Ein Mensch mit Höhen und Tiefen.

Negatives Denken bringt dich nicht um, im Gegenteil. Daraus kann sich etwas Anderes entwickeln.

Und der erste Schritt dorthin liegt darin, dass du erkennst, dass alles Teil eines größeren Zusammenhangs ist, Teil eines Puzzles.

Du magst nicht das große Bild erkennen können, aber wenn du vertraust, dass alles genau so richtig ist, wie es gerade ist, dann kämpfst du nicht mehr.

Der erste Schritt zu jeder Veränderung ist immer:

Akzeptiere was ist.

Durchlebe, was gerade ist – und dann lass es ziehen.

Positives Denken durch Achtsamkeit.

Versuche also nicht mehr, negative Gedanken durch positive zu ersetzen. Das ist, als würdest du die Sitzkissen auf deinen Stühlen hin und her schieben.

Um wirklich etwas zu verändern, nutze das, was schon vielen Menschen Erfolg gebracht hat:

Lesetipp: Wie du in nur 10 Tagen mehr Achtsamkeit lernst und spiritueller wirst

Durch Achtsamkeit kommen wir ins Jetzt und spüren tiefen Frieden in uns.

Es geht nicht darum, deine Gedanken zu ändern. Es geht darum zu erkennen, dass du nicht an ihnen festhalten musst.

Wenn du dein negatives Denken annimmst, als Teil deines Mensch-Seins und dich nicht verurteilst für das, was du denkst und fühlst –

dann bist du wirklich frei.

Sei gut zu dir und vertraue darauf, dass alles genau so ist, wie es gerade sein muss.