Wie du Ängste und Traumata besser verstehen und überwinden kannst (+ 4 effektive Schritte zu mehr Leichtigkeit)

Angst ist wie ein schattenhaftes Echo, das in uns erwacht, wenn wir uns einer dunklen Silhouette von Gefahr oder Bedrohung bewusst werden.

Es ist das leise Flüstern einer inneren Stimme, die uns warnt und unsere Sinne schärft.

In diesem Augenblick erwacht das Gehirn aus seinem sanften Schlummer und sendet rasend schnell die richtigen Signale an den Körper.

Ein Tanz der Neurotransmitter entfaltet sich.

Ein Orchester der Emotionen spielt auf den Saiten unserer Nerven.

Das Herz schlägt wild und ungestüm.

Die Lungen saugen gierig die Luft ein, als würden sie jeden Atemzug wie kostbares Gold horten.

Die Muskeln spannen sich an, bereit, jede Bewegung auszuführen, die nötig ist, um zu überleben.

Es ist ein Akt der Selbstverteidigung, eine tief in uns verwurzelte Reaktion auf die unbekannten Schrecken, die in den Schatten lauern.

Ängste besser verstehen

 

 

Die Doppelgesichter der Angst: Echte Gefahren und Einbildung

Es existieren zwei Arten von Angst: jene, die real sind, und jene, die es nicht sind.

Lass uns einen kurzen Blick auf diese beiden Arten werfen, um uns besser zu verstehen.

1. Echte Ängste

Beispiele für echte Ängste sind Situationen wie:

  • Ein massiver Hund stürmt auf dich zu und springt dich an.
  • Ein Auto rast direkt auf dich oder dein Kind zu.
  • Jemand erhebt die Hand, um dich zu schlagen.

Es ist natürlich und sogar lebensrettend, in solchen gefährlichen Momenten Angst zu empfinden.

Angst ermöglicht es uns, angemessen zu reagieren, indem sie uns die nötige Stärke und Reflexe verleiht, um uns schnell zu schützen.

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2. Unwirkliche Ängste

Leider fallen die meisten erlebten Ängste, nämlich über 90%, in die Kategorie der unwirklichen Angst.

Diese Ängste entstehen, ohne dass eine tatsächliche Gefahr besteht.

Sie sind eher das Produkt unserer menschlichen Vorstellungskraft, die nicht richtig eingesetzt wird.

Unser Gehirn kann nämlich nicht zwischen realer und eingebildeter Angst unterscheiden.

In beiden Fällen reagiert es wie oben beschrieben.

ABER!

Bei einer eingebildeten Angst wird das ausgeschüttete Adrenalin vom Körper nicht genutzt, da keine echte Bedrohung vorliegt.

Daher wird es zu einer Art Gift.

Dieses zirkuliert dann durch den gesamten Organismus, da wir keine intensive körperliche Anstrengung unternehmen, um es abzubauen.

ACHTUNG!

Wir sollten unsere menschliche Vorstellungskraft nutzen, um uns wohl zu fühlen, anstatt uns durch unnötige Ängste selbst zu belasten.

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Wie entstehen unsere irrationalen Ängste?

Unsere Vorstellungskraft ist ein wichtiger Bestandteil unseres Intellekts.

Sie wird maßgeblich von unseren mentalen Überzeugungen geprägt.

Diese Überzeugungen haben oft ihren Ursprung in traumatischen Kindheitserlebnissen, die mit emotionalem (oder auch körperlichem) Schmerz verbunden sind.

Aus diesen Erfahrungen heraus entwickeln wir die Furcht davor, dass sie sich erneut manifestieren könnten.

Im Folgenden findest du einige Beispiele für irrationalen Ängste auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene, die keiner realen Gefahr entsprechen.

Sie entstehen alle aus der eigenen Vorstellungskraft.

Beispiele für irrationalen Ängste

Irrationale Ängste auf körperlicher Ebene:

  • Furcht vor Tieren (Hunden, Spinnen, Mäusen usw.), obwohl keine Bedrohung besteht.
  • Angst vor Wasser, Stürmen, Dunkelheit usw.

Irrationale Ängste auf emotionaler und mentaler Ebene:

  • Die Angst, verspottet oder lächerlich gemacht zu werden.
  • Sorgen um die Zukunft, finanzielle Unsicherheit.
  • Furcht davor, krank zu werden oder zu sterben.
  • Die Angst, Fehler zu machen oder zu scheitern.

Mache dir bewusst:

Jedes Mal, wenn wir uns von einer Angst überwältigen lassen, unterstützen wir damit das Glaubenssystem, das sie aufrechterhält.

Auf diese Weise gewinnt die Angst mit der Zeit an Stärke und die Furcht vor Schmerz und Verletzung nimmt zu.

Zwangsgedanken können die Folge sein, die dann sogenannte Phobien auslösen können.

Das Fatale:

Eine Phobie ernährt sich von deiner eigenen Energie!

Dies erklärt auch den Energiemangel, den Menschen erleben, die unter Phobien leiden.

Je größer die Angst ist, desto tiefer wird die emotionale Wunde mit der Zeit.

 

5 emotionale Traumata als Auslöser von unwirklichen Ängsten

Es gibt hauptsächlich 5 emotionale Traumata, die die Ursache für die Mehrheit der Überzeugungen und Ängste sind, die wir haben.

Wir haben Angst vor:

  • Ablehnung,
  • Verlassenheit,
  • Demütigung,
  • Verrat und
  • Ungerechtigkeit.

Wenn dich deine Ängste aufgrund einer emotionalen Verletzung überwältigen, bist du nicht mehr Herr(in) deiner eigenen Reaktionen.

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Die helle Seite der Angst

Angst kann uns aber auch auf einen Weg der Selbsterkenntnis führen.

Denn sie macht uns auf verborgene Wünsche aufmerksam, die wir aus Furcht vor den möglichen Konsequenzen verdrängen.

So können wir unsere Ängste als Wegweiser betrachten.

Wir können uns bewusst werden, welche blockierten Wünsche sich dahinter verbergen.

 

4 Schritte, die dir bei einem Trauma aus der Angst helfen

 

Schritt #1

Frage dich zunächst:

„Welches Hindernis stellt diese Angst für mich dar, um das zu haben, zu tun und zu sein, was ich wirklich möchte?“

Zum Beispiel könnte die Angst vor Hunden (eine irrationale körperliche Angst) dich in deiner persönlichen Weiterentwicklung lähmen.

Ein weiteres Beispiel:

Die Furcht, Fehler zu machen (eine irrationale mentale Angst), könnte dich davon abhalten, Risiken einzugehen, neue Dinge oder Ideen zu erkunden oder kreativ zu sein.

Schritt #2

Frage dich dann:

„Welche unangenehmen Konsequenzen könnten sich ergeben, wenn ich mir erlauben würde…?“

Im Falle der Angst vor Hunden könntest du denken:

„Welche unangenehmen Konsequenzen könnten sich ergeben, wenn ich es mir erlauben würde, in meinem Leben voranzukommen?

Mutig zu sein anstatt in meiner Komfortzone zu verharren?“

Mögliche Antwort:

„Wenn ich mein Leben lebe und Mut zeige, indem ich meinen Traumberuf wähle, riskiere ich vielleicht, meine Eltern zu enttäuschen.

Sie könnten mich als undankbar und egoistisch betrachten.“

Für die Angst, Fehler zu machen, könnte die entsprechende Frage lauten:

„Welche unangenehmen Konsequenzen könnten sich ergeben, wenn ich Risiken eingehe, neue Wege beschreite, kreativer bin?“

Mögliche Antwort:

„Ich könnte Fehler machen. Andere könnten mich für inkompetent halten und meinen, dass ich nie erfolgreich sein werde.“

Denke daran:

Du versuchst vielleicht, bestimmte Handlungen zu vermeiden, aus Angst vor dem Urteil anderer.

Doch du kannst nicht kontrollieren, wie andere dich beurteilen, da sie es sowieso tun, unabhängig von deinen Entscheidungen.

Schritt #3

Frage dich weiter:

„Ist die Überzeugung, die hinter meiner Angst steht, wirklich wahr?“

Oft wirst du feststellen, dass deine Angst unbegründet ist.

Sie mag manchmal real sein, aber nicht immer.

Schritt #4

Frage dich dann schließlich:

„Wie kann ich meine Ängste akzeptieren und dann loslassen?“

Der ängstliche Teil von dir glaubt vielleicht, dass er dir hilft, das Schlimmste zu verhindern.

Es ist wichtig, diesen Teil zu akzeptieren und ihm zu danken.

Teile ihm dann mit, dass du nun in der Lage bist, mit deinen Ängsten umzugehen und sie zu überwinden.

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Konfrontiere dich mit deinen Ängsten, anstatt sie zu verdrängen

Ein solcher Umgang mit deinen Ängsten wird dir dabei helfen, die Kontrolle über dein Leben zurückzugewinnen.

Du wirst nicht länger zulassen, dass dein Glaubenssystem dich derart stark beeinflusst, dass du dich nicht mehr frei fühlst, dein wahres Selbst zu zeigen.

Wir sind alle hier, um zu lernen, wieder zu unserem wahren Selbst zu finden.

Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass wir uns unseren Ängsten stellen, anstatt sie zu ignorieren.

Sobald wir uns selbst wiederentdecken, gewinnen wir genau die Energie zurück, die wir früher verbraucht haben, um an unseren Ängsten festzuhalten.

Diese Energie können wir dann viel effektiver für unser Wohlbefinden nutzen.

Sei während dieses Prozesses geduldig und liebevoll mit dir selbst, denn einige deiner Ängste können wirklich tief verwurzelt sein.

Gehe jede deiner Ängste einzeln an, denn auf diese Weise kannst du sie in einem natürlichen Prozess auflösen.

Die tief sitzenden Ängste erfordern mehr Mitgefühl.

Sie sind nämlich das Ergebnis eines tiefen emotionalen Traumas, das du vermutlich in deiner Kindheit erlebt hast.

Manchmal braucht es einfach Zeit.

Sei gut zu dir selbst, denn:

Je weniger Ängste du hast, desto mehr wirst du an dich selbst glauben und in Leichtigkeit und Freude leben.

 

 

 

Neu gedacht am – für mehr Klarheit im Kopf

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