Ein biologischer Konflikt ist immer isolativ.
Du fühlst dich im Moment des Geschehens völlig alleine gelassen,
kannst mit niemandem über das Ereignis sprechen und
oft fehlen dir auch völlig die Worte.
In Teil I dieser Reihe erkläre ich dir das unerwartete Moment eines Konfliktes.
Und in Teil II spreche ich über das Dramatische, das ein biologischer Schock für dich beinhaltet.
Im Gegensatz zum biologischen Konflikt mit seinen vier notwendigen Komponenten (Teil IV hier), macht dich ein psychologischer Konflikt nicht krank.
3. D0as Ereignis wird als isoliert isoliert
Das dritte Kriterium eines biologischen Konflikts lautet:
Du fühlst dich mit dem Erlebten allein.
Dabei musst du gar nicht körperlich allein sein.
Du kannst von Menschen umgeben sein und dich trotzdem vollkommen isoliert fühlen.
Entscheidend ist, dass du das Gefühl hast:
„Das muss ich jetzt allein bewältigen.“
Vielleicht schämst du dich.
Vielleicht glaubst du, dass dich niemand verstehen würde.
Oder du möchtest niemanden belasten und behältst alles für dich.
In diesem Moment fehlt deinem Gehirn das Gefühl von Unterstützung.
Genau das macht eine Situation oft noch belastender.
Stell dir vor, zwei Menschen erhalten dieselbe schlechte Nachricht.
Der eine ruft sofort seinen Partner, seine beste Freundin oder einen vertrauten Menschen an.
Er spricht über seine Angst, weint und fühlt sich aufgefangen.
Der andere schluckt alles herunter.
Er sagt niemandem etwas.
Nach außen funktioniert er weiter, obwohl innerlich alles zusammenbricht.
Obwohl beide dasselbe erlebt haben, verarbeitet ihr Gehirn die Situation unterschiedlich.
Das Gefühl, mit einer Belastung allein zu sein, verändert die Art, wie wir ein Ereignis erleben.
Deshalb geht es bei diesem Kriterium nicht darum, ob Hilfe tatsächlich vorhanden ist.
Es geht darum, ob sie sich in diesem Moment für dich erreichbar anfühlt.
Manche Menschen tragen ihre Sorgen jahrelang mit sich herum, ohne jemals darüber zu sprechen.
Nicht aus Stärke.
Sondern weil sie früh gelernt haben, alles mit sich selbst auszumachen.
Genau deshalb lohnt sich später oft eine ehrliche Rückschau.
Wem hast du damals von der Situation erzählt?
Wer wusste wirklich, wie es dir ging?
Oder hast du versucht, alles allein auszuhalten?
Denn auch dieses Gefühl der inneren Isolation kann dazu beitragen, dass ein biologischer Konflikt entsteht.
Ein biologischer Konflikt ist nur der Anfang.
Die eigentliche Frage lautet:
Wie reagiert dein Körper darauf?
Warum entwickelt der eine Mensch Hautprobleme, der andere Rückenschmerzen und ein Dritter Schlafstörungen?
Im Entschlüsselungssystem lernst du, biologische Konflikte zu erkennen, Symptome biologisch einzuordnen und zu verstehen, warum sich bestimmte Symptome, Gedanken, Konflikte und Lebensmuster immer wiederholen, damit du die Ursachen erkennst, statt nur die Folgen zu bekämpfen.
