Dein Unterbewusstsein ist mächtig: Warum sich alte Muster immer wieder durchsetzen

Du wolltest dich nicht mehr rechtfertigen und schreibst gerade den dritten Absatz deiner Erklärung.

Du wolltest deine Arbeit endlich angemessen berechnen und bietest ungefragt einen Rabatt an.

Du weißt ziemlich genau, was du ändern möchtest, aber im entscheidenden Moment gewinnt wieder die alte Reaktion.

Genau hier wird der Satz „Dein Unterbewusstsein ist mächtig“ interessant: bei den kleinen Entscheidungen, die längst gefallen sind, während du noch glaubst, darüber nachzudenken.

Dein Unterbewusstsein ist mächtig, aber kein Bestellservice

Vielleicht bist du über Manifestation, Affirmationen oder Wunscherfüllung hier gelandet.

Die Vorstellung dahinter ist verlockend: Du änderst deine inneren Überzeugungen, und draußen fügt sich alles passend zusammen.

Endlich eine Welt mit Bedienungsanleitung.

Leider hat dieses Versprechen eine ziemlich unfreundliche Rückseite.

Bleibt dein Wunsch aus, hast du offenbar falsch gedacht, nicht tief genug gefühlt oder irgendwo einen geheimen Widerstand übersehen.

Zusätzlich zur Enttäuschung musst du jetzt auch noch deine Gedanken überwachen.

Wenn etwas schiefläuft, heißt das nicht, dass du die falschen Gedanken im Kopf hattest.

Denn andere Menschen treffen eigene Entscheidungen, Lebensbedingungen setzen Grenzen, und manches passiert, ohne dass du es bestellt hast.

Dein Einfluss ist trotzdem real, er sitzt nur an einer anderen Stelle: dort, wo du etwas bemerkst, deutest und darauf reagierst.

Dein Unterbewusstsein besser verstehen

Was dein Unterbewusstsein aus drei Wörtern macht

Mit Unterbewusstsein meinen wir das, was in dir automatisch abläuft ohne bewusstes Nachdenken: Gewohnheiten zum Beispiel oder schnelle Bewertungen.

Du hast also keinen kleinen Geschäftsführer hinter der Stirn sitzen, der deine Wünsche wegen eines Formfehlers ablehnt.

Denk an eine knappe Nachricht: „Wir müssen reden.“

Drei Wörter, und in deinem Kopf steht sofort eine ganze Geschichte: Jemand ist enttäuscht, du hast etwas falsch gemacht, gleich wird es unangenehm.

Was tatsächlich besprochen werden soll, weißt du noch gar nicht.

Aber du reagierst bereits auf deine Vermutung, als wäre sie eine Tatsache.

Du gehst den Tag durch, suchst nach Fehlern und formulierst vorsorglich eine Entschuldigung.

Spannend ist dabei weniger die Nachricht als die Frage, warum es bei dir genau diese Geschichte ist und keine andere.

Unterbewusste Muster klingen erstaunlich vernünftig

Die hartnäckigsten Muster kündigen sich selten mit „Achtung, ich begrenze dich“ an.

Sie klingen verantwortungsbewusst:

„Ich bereite mich lieber noch besser vor.“

„Ich möchte niemandem zur Last fallen.“

„Ich warte auf einen günstigeren Zeitpunkt.“

Jeder dieser Sätze kann in einer bestimmten Situation sinnvoll sein.

Entscheidend ist, ob du noch wählst oder fast immer wie automatisch bei derselben Antwort landest.

Frag dich: Hilft mir dieser Gedanke gerade weiter oder liefert er mir einen guten Grund, etwas aufzuschieben?

So erkennst du eher, was dich zurückhält, statt dir vorzuwerfen, dass du dir ständig selbst im Weg stehst.

Du kennst den Gedanken.
Aber woher kommt er bei dir?

Das Entschlüsselungssystem™ hilft dir herauszufinden, welche Faktoren bei dir zusammenspielen und warum sich dein Muster wiederholt.

Ich will wissen, woher meine Muster kommen →

Dein Unterbewusstsein ist mächtig, weil Wiederholung kaum auffällt

Angenommen, du erwartest, mit deiner Bitte lästig zu sein.

Also bittest du möglichst selten um Hilfe.

Du erledigst vieles selbst, die anderen greifen kaum ein, und irgendwann denkst du: „Auf mich nimmt sowieso niemand Rücksicht.“

Manche Menschen verhalten sich tatsächlich rücksichtslos, andere haben schlicht nicht verstanden, dass du Unterstützung brauchst.

Solange du deine Bitte nie aussprichst, fehlt dir allerdings eine wichtige Information: Wie reagiert dieser Mensch auf eine klare Anfrage?

Wenn du nie um Hilfe bittest, erfährst du auch nicht, wer für dich da wäre.

Du bist deshalb nicht schuld daran, wenn andere dich hängen lassen.

Aber dein Glaubenssatz „Ich muss alles allein schaffen“ bleibt bestehen, solange du gar nicht erst fragst.

Warum die alte Reaktion schneller ist als dein Vorsatz

Viele dieser Reaktionen sind nicht zufällig entstanden.

Meist waren sie irgendwann eine kluge Lösung, etwa in einer Familie, in der eine Bitte als Zumutung galt oder ein Nein Streit ausgelöst hat.

In Meta-Health spricht man von Schienen:
Ein Detail aus der damaligen Situation reicht, ein Tonfall oder eine knappe Nachricht, und die alte Reaktion läuft ab, bevor du nachdenken kannst.

Deshalb kommt dein Vorsatz so oft zu spät.

Solche Schienen zeigen sich nicht nur im Verhalten.

Bei manchen Frauen meldet sich der Magen, sobald eine bestimmte Art von Nachricht kommt, bei anderen werden die Schultern hart, wenn sie wieder Ja sagen, obwohl sie Nein meinen.

Lass körperliche Beschwerden dabei immer zuerst ärztlich abklären.

Wie sich ein Konflikt im Körper zeigt, ist bei jeder Frau anders, mehr dazu findest du bei den psychosomatischen Beschwerden.

Unterbewusste Muster erkennen: Untersuche eine Szene statt dein ganzes Leben

„Warum bin ich immer so?“ klingt tiefgründig, endet aber schnell in einem Urteil über dich selbst.

Die bessere Warum-Frage beginnt bei einer konkreten Situation von gestern.

Zum Beispiel bei der Nachricht, auf die du sofort mit einer langen Erklärung reagiert hast.

Halte vier Dinge fest:

  • Was ist passiert? Nur das, was jemand tatsächlich gesagt oder getan hat.
  • Was habe ich daraus geschlossen? Etwa: „Sie ist sauer, weil ich abgesagt habe.“
  • Was habe ich daraufhin getan? Mich erklärt, zurückgezogen, entschuldigt oder meine Entscheidung geändert?
  • Woher kenne ich diese Reaktion? Wann war sie zum ersten Mal da, lange bevor es diesen Menschen gab?

Ein ehrliches „Das weiß ich noch nicht“ ist dabei eine völlig gute Antwort.

Dein Unterbewusstsein verändern: Gib dem Alltag eine neue Antwort

Wähle danach eine kleine Handlung, mit der du deine Vermutung überprüfst.

Bitte eine verlässliche Person um eine klar umrissene Unterstützung.

Lass bei einer sachlichen Absage die vorsorgliche Lebensbeichte weg.

Stell eine Rückfrage, bevor du eine knappe Nachricht als Ablehnung behandelst.

Dann schau, was tatsächlich passiert.

Manchmal war die Befürchtung übertrieben, manchmal zeigt sich, dass jemand deine Grenze schlecht akzeptiert, und auch das ist eine wichtige Information.

Rechne damit, dass sich die neue Antwort zuerst falsch anfühlt.

Ungewohntes Verhalten fühlt sich nicht automatisch richtig an, nur weil es vernünftig ist.

Wer erst auf innere Sicherheit wartet, gibt dem alten Gefühl ein Vetorecht über jede Veränderung.

Wenn du es anders machen willst und doch wieder Ja sagst

Du hattest dir fest vorgenommen, diesmal abzusagen.

Dann fragt jemand, du sagst zu und ärgerst dich schon, während du noch lächelst.

Schau dir genau diesen Moment an: Was hast du befürchtet, wenn du Nein sagst?

Dass jemand enttäuscht ist, dich egoistisch findet oder Streit anfängt?

Und woher kennst du diese Befürchtung, lange bevor es diesen Menschen in deinem Leben gab?

Genau hier setzt das Entschlüsselungssystem™ an.

Mit den 365 Fragen an deinen Körper nimmst du wahr, was in solchen Momenten in dir passiert: wo es eng wird, welcher Gedanke auftaucht und welches Gefühl sich meldet.

So erkennst du, wann dein Muster anspringt, oft schon bevor dein Kopf es merkt, und verstehst, wie Reaktionen und Beschwerden bei dir zusammenhängen können.

Beim nächsten Mal entsteht dann ein Moment, in dem du wirklich wählen kannst, eine Situation nach der anderen.

 

Der Vorsatz ist da.
Warum ist die alte Reaktion trotzdem schneller?

Finde heraus, warum bestimmte Situationen immer wieder dieselbe Reaktion auslösen.
Erkenne, wann dein Muster anspringt und wo es sich auch im Körper zeigt.
Und löse, was dich immer wieder zur alten Antwort führt.

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Ich will meine Muster verstehen →

Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.

P.S. Wenn du das nächste Mal am dritten Absatz einer Erklärung sitzt, die niemand verlangt hat, frag dich nicht, warum du immer so bist.

Frag dich, seit wann.

Die Antwort darauf ist meistens der Anfang der Schiene.

 

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