Manchmal reicht ein einziger Satz.
„Das hätte ich von dir nicht erwartet.“
Für den einen ist er fünf Minuten später vergessen.
Für jemand anderen läuft er noch am Abend im Kopf herum.
Was war damit gemeint?
War das Kritik?
Enttäuschung?
Ablehnung?
Vielleicht liegt der Unterschied nicht nur in dem, was passiert ist.
Sondern darin, was dieser Moment für dich bedeutet.
Wenn du deine Blockaden verstehen willst, lohnt es sich deshalb, nicht nur auf dein Verhalten zu schauen.
Denn hier treffen Dinge aufeinander, die wir meistens getrennt betrachten:
Glaubenssätze, Wertvorstellungen, persönliche Bedeutungen und die Geschichten, die wir uns über bestimmte Situationen erzählen.
Vielleicht sind das gar nicht vier verschiedene Baustellen.
Vielleicht siehst du nur verschiedene Teile desselben Musters.
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Dann bist du in diesem Artikel richtig.
Deine Blockade ist vielleicht nur der sichtbare Teil
Wenn wir von einer inneren Blockade sprechen, meinen wir häufig das, was wir an uns beobachten.
Du möchtest Nein sagen und sagst trotzdem Ja.
Du möchtest eine Entscheidung treffen und zweifelst wieder daran.
Du willst dich zeigen und ziehst dich im entscheidenden Moment zurück.
Das ist das, was du bemerkst.
Deshalb versuchen wir meistens auch genau dort anzusetzen.
Mehr Mut.
Bessere Grenzen.
Weniger nachdenken.
Mehr Selbstvertrauen.
Nur erklärt das noch nicht, warum ausgerechnet dieses Verhalten bei dir so hartnäckig ist.

Blockaden verstehen: Was Glaubenssätze und Werte damit zu tun haben
Eine Blockade, ein Glaubenssatz und eine Wertvorstellung sind nicht dasselbe.
Sehr vereinfacht:
Die Blockade bemerkst du.
Du sagst nicht Nein, schiebst etwas auf oder ziehst dich zurück.
Ein Glaubenssatz beschreibt etwas, das du über dich, andere oder das Leben glaubst.
Eine Wertvorstellung beschreibt etwas, das für dich besonders wichtig ist.
Schau auf dieses Beispiel:
Du möchtest einer Freundin absagen.
Eigentlich eine kleine Sache.
Trotzdem fällt es dir erstaunlich schwer.
Die Blockade: Du bringst das Nein kaum über die Lippen.
Gleichzeitig taucht vielleicht ein Gedanke auf:
„Ich lasse sie im Stich.“
Und Verlässlichkeit gehört möglicherweise zu den Dingen, die dir besonders wichtig sind.
Plötzlich betrachten wir nicht mehr nur dein Nein.
Wir sehen mehrere Puzzleteile.
Ob und wie sie bei dir tatsächlich zusammengehören, lässt sich daraus allerdings noch nicht ableiten.
Genau das ist der interessante Teil.
Du kennst einzelne Puzzleteile. Aber wie hängen sie bei dir zusammen?
Im Entschlüsselungs-System™ suchst du nach deinen persönlichen Zusammenhängen statt nach einer fertigen Bedeutung.
Blockaden verstehen: Warum derselbe Satz dich völlig anders treffen kann
Stell dir vor, jemand sagt:
„Das hätte ich von dir nicht erwartet.“
Maria denkt:
„Dann sieht sie das eben anders.“
Alexandra hört dagegen:
„Ich habe sie enttäuscht.“
Vielleicht wird daraus später:
„Jetzt hält sie mich für egoistisch.“
„Ich hätte das anders machen sollen.“
„Bestimmt ist sie sauer.“
Der Satz war derselbe.
Die persönliche Bedeutung war es nicht.
Und genau deshalb finde ich die Frage „Was ist passiert?“ allein oft zu kurz gegriffen.
Mindestens genauso interessant ist:
Was bedeutete das, was passiert ist, für dich?
Der Moment dauert Sekunden. Die Geschichte manchmal Tage.
Das wird noch deutlicher bei ganz kleinen Situationen.
Du schreibst jemandem eine Nachricht.
Normalerweise antwortet die Person ausführlich.
Diesmal kommt nur:
„OK.“
Zwei Buchstaben.
Eigentlich überschaubares Material.
Dein Kopf schafft daraus bei Bedarf trotzdem problemlos einen Dreiteiler. 😉
Ist sie sauer?
Habe ich etwas Falsches gesagt?
Warum schreibt sie plötzlich so?
Der ursprüngliche Moment dauert Sekunden.
Die Geschichte darüber möglicherweise Stunden.
Das Ereignis und das, was wir anschließend daraus machen, sind nicht dasselbe.
Vielleicht fehlt dir nicht die nächste Methode
Du kennst vielleicht längst einen deiner Glaubenssätze.
Du weißt, dass du Schwierigkeiten mit Grenzen hast.
Du kennst Situationen, in denen du besonders empfindlich reagierst.
Und trotzdem ergibt das alles noch kein klares Bild.
Denn ein einzelner Glaubenssatz ist noch kein Muster.
Eine einzelne Reaktion auch nicht.
Interessant wird es dort, wo sich Dinge wiederholen.
Andere Situation.
Andere Person.
Und irgendwann trotzdem wieder derselbe Gedanke, dieselbe Reaktion oder dasselbe Gefühl.
Vielleicht fehlt dir deshalb nicht noch mehr Wissen über Blockaden.
Vielleicht fehlt dir der Zusammenhang zwischen den Dingen, die du längst über dich weißt.
Du kennst deine Themen. Kennst du auch dein Muster?
Genau dort würde ich genauer hinschauen.
Nicht mit einer Liste, die dir sagt, was deine Blockade bedeutet.
Sondern mit deiner eigenen Geschichte.
Denn was dich trifft, was dir wichtig ist und welche Bedeutung du einer Situation gibst, ist persönlich.
Und jetzt beginnt nicht mehr die allgemeine Erklärung.
Jetzt beginnt deine Entschlüsselung.
Was steckt hinter deinem wiederkehrenden Muster?
Mit dem Entschlüsselungs-System™ setzt du deine persönlichen Puzzleteile zusammen.
