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Reisen mit leichtem Gepäck

Wie sich deine Angst zeigt und wie du dich ihr stellen kannst

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Wie sich Angst zeigt, ist nicht immer sofort erkennbar. Doch wenn Angst dein Leben dominiert, kannst du aktiv etwas tun.

Im vorherigen Beitrag schrieb ich, dass Ängste unser unbewusster Motor zum Handeln und Nicht-Handeln seien.

Zwei Beispiele, warum ich das meine:

  • Warum bist du bemüht, es anderen recht zu machen? Vermutlich weil du Angst hast, abgelehnt oder allein zu sein.
  • Aus Angst greifst du zu Suchtmitteln, um deinen verletzten Gefühlen nicht gegenüber zu treten.

Wenn du dir deine Ängste nicht anschaust, werden sie weiterhin dein Leben bestimmen. Schließst du stattdessen Freundschaft mit deinen Ängsten, kommst du zur Quelle des Problems:

Entfernst du nämlich den Motor – deine Angst – für dein Handeln, verliert sie die Macht über dich.

Zu wissen, dass unerkannte und unbekannte Ängste der Motor für viele deiner Reaktionen ist, führt nicht automatisch zur Lösung. Doch das zu wissen, eröffnet dir die Tür zu einem höheren Veständnis.

Lass uns die Entstehung von Ängsten im Folgenden genauer untersuchen.

Angst zeigt sich auf zwei Arten:

  • in deinen Gedanken und
  • in deinem Körper.

1. Die innere Stimme der Angst

Angst zeigt sich wenig direkt. Du hast vermutlich nur selten oder noch nie in einer Situation gerufen: „Hilfe! Ich habe Angst!“

Angst zeigt sich auf indirekte Art und Weise.

Die innere Stimme der Angst ruft immerzu: „Nein!“

Sie sagt dir,

  • warum, du keinen Erfolg haben wirst,
  • warum du dich blamieren wirst,
  • warum du scheitern wirst.

Diese innere Stimme tut das aus einem aus ihrer Sicht wichtigem Grund:

Sie will dich beschützen und dich in Sicherheit wissen.

Indem sie dich davon abhält, deine Komfortzone zu erweitern, schützt sie dich vor dem Unbekannten und Neuen.

Angst:

  • sagt dir, was du tun und lassen sollst.
  • lässt dich zweifeln und abwägen und verhindert, dass du deinem Herzen folgen kannst.
  • lässt das Gedankenkarussell in dir nicht zur Ruhe kommen.
  • stellt sich die schlimmste aller Möglichkeiten vor.
  • zweifelt an deiner Kreativität und deinem Erfolg.
  • lässt dich in einengenden oder destruktiven Beziehungen verharren.
  • will, dass alles so bleibt, wie es ist.

Wenn diese innere Stimme der Angst in dir spricht, fühlst du dich schwach, unmotiviert und nicht lebendig.

Wie kannst du mit dieser Stimme umgehen?

  • Der erste Schritt ist der der Erkenntnis: Nimm wahr, dass die Stimme der Angst gerade in dir laut ist.
  • Nimm diese auftauchenden Gedanken und Zweifel nicht als in Stein gemeißelt an. Angstvolle Gedanken setzen dir Grenzen und führen dazu, dass du negativ über dich urteilst.

Stell dir vor, wie du auf   

 

 

 

 

 

 

drückst.

Nachdem du deine innere Stimme der Angst vernommen hast, ziehst du deine Aufmerksamkeit von ihr ab.

Beobachte, wie sich der Raum in dir und um dich herum plötzlich weitet. Alles ist hier möglich!

In diesem Raum, in dem die Angst kein Zuhause hat, gibt es keine Beschränkungen. Hier kannst du dich öffnen für dein grenzenloses Potential!

2. Die Angst in deinem Körper

Angst zeigt sich also anhand deiner Gedanken und in deinem Körper.

Angst spürst du in akuten Situationen deutlich in deinem Körper: Du zitterst, hast kalten Schweiß auf der Stirn und fühlst dich unwohl in deiner Haut.

Angst zeigt sich auch oft verschleiert in deinem Körper: Du bekommst Magendrücken, Halsschmerzen oder Herzstiche.

Angst kann sehr lange in unseren Zellen verweilen und uns Schmerzen bereiten.  Diese fordern uns auf hinzuschauen, damit das Angstprogramm beendet und transformiert werden kann.

Mach dir bewusst, dass Angst bestimmte körperliche Reaktionen auslöst. Jedes Tier empfindet Angst, wenn es sich unbekannten oder gefährlichen Situationen ausgesetzt sieht.

Im Gegensatz zum Tier, das in solchen Momenten die Flucht ergreift oder sich dem Kampf stellt, nimmt der Mensch nicht wahr, dass es gerade die Angst ist, die ihn reagieren oder nicht reagieren lässt.

Ein „Choleriker“ beispielsweise spult in bestimmten Situationen immer wieder sein Verhalten ab, ohne es zu hinterfragen oder zu erkennen, dass er aus Angst so reagiert. Er hat gelernt, dass ihn dieses Verhalten schützt und er sich dadurch Feinde vom Leib halten kann. Dass er sich selber schadet, verdrängt er.

Wenn die Angst in deinem Körper aufsteigt, drücke wieder

 

 

 

 

 

 

Gehe mit deinem Bewusstsein in deinen Körper und nimm wahr, wie genau sich die Angst in dir meldet.

Unser Körper ist auf Überleben getrimmt. Körperliche Gefühle der Angst dienen dazu, deine Energie zu steigern, damit du dich verteidigen kannst.

Damit meine ich: Sieh deine Angstgefühle als das an, was sie sind: Überlebensstrategien. Diese Reaktionen lassen sich nicht unterdrücken, sie sind fest in unseren Genen verankert.

Doch lass dich nicht von ihnen übermannen. Lass sie kommen und gehen.

Zusammenfassung

  1. Nicht hinzuschauen auf das, was in deinen Gedanken und in deinem Körper geschieht, führt dazu, dass deine Reaktionen unbewusst immer wieder ablaufen. Ängste zu ignorieren führt zu einem Verhalten, das dich nicht glücklich macht. Deine Ängste anzuschauen bringt Licht hinein.
  2. Halte inne und beobachte, wie sich deine Ängste in deine Gedanken schleichen und was du infolge über dich und die Welt denkst.
  3. Spüre in deinen Körper nach den Symptomen der Angst. Wie zeigt sich die Angst in dir? Was lernst du daraus?

Hinzuschauen und anzuerkennen, was gerade passiert, lässt dich reisen mit leichtem Gepäck.

 

 

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