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Reisen mit leichtem Gepäck

warum wir in schlechten Beziehungen bleiben

Warum wir in schlechten Beziehungen bleiben, obwohl wir unglücklich sind

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Meistens sind wir Frauen es, die zuerst merken, dass eine Beziehung nicht mehr stimmt.

Während der Mann vielleicht noch völlig in seinem Beruf aufgeht, die vielen kleineren Streits gar nicht registriert, zieht sie die Partnerschaft immer mehr in Frage.

Es geschieht selten, dass beide Partner gleichzeitig bemerken, dass die letzte Phase der Beziehung begonnen hat. Einer ist meistens immer noch völlig ahnungslos.

Erst im Rückblick stellt man dann fest, dass es wirkliche Probleme gegeben hatte.

Manche der Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen hätten auch in eine reality soap gepasst.

warum wir in schlechten Beziehungen bleiben

Manchmal spricht man auch gar nicht mehr miteinander und es ist einem egal geworden, was der andere denkt oder fühlt.

Und trotzdem bleibt man weiterhin zusammen. Man fährt in Urlaub, besucht Freunde und Familie und geht einkaufen.

Ja, auch wir Frauen tun das, obwohl wir genau spüren, dass der andere nicht (mehr) der richtige Partner für uns ist.

Warum halten wir trotzdem an der Beziehung fest?

Sind wir zu optimistisch? Zu naiv?

Warum beenden wir das ganze nicht?

Hier sind die top sieben Gründe, warum wir in schlechten Beziehungen bleiben (und es hat wenig mit Kindern, Haus oder Geld zu tun):

1. Wir haben uns an die Situation gewöhnt

Eine Beziehung verändert sich selten von jetzt auf gleich. Es ist ein schleichender Prozess.

Und irgendwann hast du dich daran gewöhnt, dass dir dein Mann nicht mehr aus dem Mantel hilft oder dich in Gegenwart anderer klein macht.

So ist er halt.

Ebenfalls schleichend halten immer mehr Verhaltensweisen von euch beiden in eure Beziehung Einzug, die für dich vorher unakzeptabel waren.

Im Gegensatz zu früher akzeptierst du diese jetzt aber und hältst sie für normal.

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2. Eine schlechte Beziehung ist besser als keine

Dies ist vermutlich der Hauptgrund, weswegen viele in einer schmerzhaften Beziehung verharren.

Du magst deinen Partner vielleicht gar nicht mehr und freust dich nicht mehr, ihn zu sehen. Trotzdem ziehst du eine unvollkommene Partnerschaft dem Sprund ins Ungewisse vor.

Wir lieben Gewohnheiten und Altbekanntes!

Deswegen bleiben wir in einer Ehe, die schon Außenstehende als zerrüttet bezeichnen würden.

3. Wir ziehen eine schlechte Beziehung dem Alleinsein vor

Niemand von uns ist gerne alleine. Es ist schick, mal Single zu sein und sich alle Freiheiten herausnehmen zu können. Aber auf Dauer?

Das will eigentlich niemand.

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Es sei denn, wir mögen es, uns mit Haustieren zu umgeben, alleine spazieren zu gehen und uns auf die Bank zu anderen einsamen Menschen zu setzen.

Deswegen halten wir lieber an einem Menschen fest, der uns vielleicht nicht gut tut, aber da ist, um die Leere zu vertreiben.

4. Wir haben einen geringen Selbstwert

So paradox es klingt, aber unser geringes Selbstwertgefühl führt dazu, dass wir die Gesellschaft von Menschen suchen, die uns zusätzlich kleinmachen.

Lebendige Beziehungen

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So erhalten wir Bestätigung, dass wir nichts wert und nicht liebenswert sind.

Wenn du dich selber schlecht behandelst, dich kritisierst und dir nichts zutraust, dann fühlst du dich in Gegenwart anderer wohl, die dich genau so behandeln.

Du glaubst nicht, dass dich andere, liebevolle und freundliche Menschen, sympathisch finden könnten.

Manchmal hast du sogar Angst vor Nettigkeiten, weil du dem misstraust und einen Hinterhalt erwartest.

So hängst du an einem Partner, der dich so behandelt, wie du glaubst, dass du behandelt werden solltest.

5. Wir fühlen uns zurückgewiesen, niedergeschlagen und den Haien vorgeworfen, wenn wir uns trennen

Eine Partnerschaft zu beenden, ist immer schmerzhaft.

Es verletzt unseren Selbstwert und unser Selbstbewusstsein.

Wir fühlen uns ungeliebt und unfähig.

Diese Gefühle stammen aus der frühesten Kindheit, als du dich von Mutter oder Vater nicht angenommen gefühlt hattest.

Heimat finden

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Die Gefühle von damals und der Schmerz erwachen in uns, wenn wir nun als Erwachsene eine ähnliche Situation erleben.

Deswegen bleiben wir lieber mit jemandem zusammen, der uns nicht gut tut.

So müssen wir uns dem Gefühl, nicht angenommen zu sein und unserem geringen Selbstwert nicht stellen.

6. Wir fühlen uns fehl am Platz

Eine Beziehung zu beenden, bringt uns in völlig neue Situationen. Oft müssen wir umziehen, den Freundeskreis aufgeben und unsere Familie schaut uns auch merkwürdig an.

Glück finden

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Unser Platz in der Welt scheint gefährdet.

Wir sind jetzt Ex.

Wir wissen nicht, was wir den anderen erzählen sollen und merken, dass das Gespräch verstummt, wenn wir dazustoßen.

Eine Trennung ist immer irgendwie anrüchig.* Was stimmt nicht mit dir, dass du jetzt alleine lebst?

Wir müssen unseren eigenen Wert kennen, um mit dieser Situation angemessen umgehen zu können.

Das erfordert ein hohes Maß an Selbstbewusstsein, das uns gerade dann fehlt.

Wir müssen wieder lernen, uns auch als Single wertvoll fühlen.

Da wir nicht wissen, ob wir dem Druck gewachsen sind, bleiben wir lieber in der alten Beziehung, die uns unglücklich macht.

7. Wir haben Zweifel, ob wir je einen neuen Partner finden werden

Wir haben Angst, uns wieder auf den potenziellen Heiratsmarkt zu begeben.

Sind wir noch attraktiv genug? Wie geht daten überhaupt noch? Wartet da draußen irgend jemand auf uns?

Und so belassen wir alles beim Alten.

Denn bevor wir uns all dem Stress aussetzen, bleiben wir doch lieber bei dem Partner, den wir kennen. Auch, wenn wir uns innerlich bereits gelöst haben.

Aber kann das wirklich die Lösung sein?

Anstatt in einer Partnerschaft zu bleiben, in der du dich nicht mehr glücklich fühlst, entwickle den Mut, dich daraus zu lösen und etwas Neues anzufangen.

Wenn dein Gefühl dir sagt, dass es besser ist zu gehen, dann vertraue ihm.*

Deine Reise mit leichtem Gepäck beginnt immer mit einer ersten Entscheidung.

 

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