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Hautausschläge und Psychosomatik

Ich will doch nur Liebe! Was Hautausschläge über deine Gefühle zeigen

Hautausschläge kommen bei jedem vor. Du hast einen Juckreiz irgendwo am Körper entwickelt, Pickelchen oder rote unerklärliche Flecken.

Hauterkrankungen zeigen dir und allen anderen deine Verletzlichkeit. Nicht umsonst heißt es:

Die Haut ist Spiegel der Seele.

Auch andere Redensarten aus der deutschen Sprache verdeutlichen, wie eng Hauterkrankungen und Psyche zusammenhängen.

So heißt es:

  • Das geht einem unter die Haut.
  • Sich in seiner Haut wohl fühlen.
  • Jemandem ist nicht wohl in seiner Haut.
  • Aus der Haut fahren.

Hautausschläge und Psychosomatik

Deine Haut spiegelt, welche Gefühle gerade in dir präsent sind. Am leichtesten wird das klar, wenn du an das Rot werden denkst, sobald du dich unsicher oder beobachtet fühlst.

Diese Röte im Gesicht zeigt deutlich dein Unwohlsein und/ oder  deine Scham.

Da die Haut deine Emotionen zeigt, heißt das, dass die Ursache für jegliche Hautirritation in dir selber liegt. (Abgesehen von Körperkontakten mit aggressiven chemischen Stoffen!)

So wie du mit Gefühlen auf das reagierst, was dir widerfährt, zeigen dir Hautausschläge, wo du dich angegriffen, erniedrigt oder von der Liebe getrennt fühlst

Berührungen sind für die Haut als unser größtes Sinnesorgan von entscheidender Bedeutung.

Es gibt viele Dokumentationen darüber, dass Menschen, die wenig oder gar nicht (mehr) berührt werden, starke Hautausschläge bekommen.

Ganz besonders deutlich wird das bei Säuglingen und Kleinkindern.

Kinder, die man wenig in den Arm nimmt und liebkost, weisen nicht nur Hauterkrankungen auf, sondern vereinsamen auch in ihrer Seele.

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Die meisten Kinderkrankheiten wie Röteln, Masern oder Scharlach gehen mit starken, den gesamten Körper betreffenden Hautausschlägen einher.

Kinder empfinden fehlende Zuneigung und Liebe mit ihrer gesamten Persönlichkeit. Deswegen zeigt dir ihr Hautausschlag am gesamten Körper genau dies.

Mit dem Wissen um die psychosomatischen Hintergründe hilft es nicht nur deinem Kind, wenn du nachforschst, warum sich dein Kind alleine, von dir getrennt, fühlt.

Was ist vorgefallen, dass es diese Gefühle entwickelt, die sich nun am Körper als Hautausschläge zeigen?

Indem du verstehst, warum dein Sohn oder deine Tochter diese roten Pusteln oder Flecken entwickelt, kannst du mit großem Einfühlungsvermögen für ihre Ängste und Sorgen anders auf sie eingehen.

Ich möchte dir den Zusammenhang zwischen innerlichen Nöten und äußerlichen Symptomen am Beispiel einer Klientin und ihrer kleinen Tochter zeigen.

Lass mich dir von Anja und ihrer kleinen Tochter Marie erzählen:

Marie ist 13 Monate alt und hat wiederkehrende Hautausschläge um den Mund herum. Diese Ausschläge sind mit Rötung, Schwellung, Pusteln und Juckreiz verbunden.

Anja, ihre Mutter, war deswegen beim Arzt mit ihr.

Fast immer nimmt man bei solchen Fällen eine Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel an. Es werden Tests gemacht und Salben verschrieben. So auch bei Marie.

Der Labortest ergibt eine Allergie gegen Milcheiweiß.

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Anja will verstehen, was der wirkliche Grund ist und wir vereinbaren einen Gesprächstermin.

Marie gerät unter Stress, als ihre Mutter ihr den lebensnotwendigen Körperkontakt verwehrt

Das betroffene Gewebe ist in Maries Fall die Oberhaut (Epidermis).

Die Epidermis als unser größtes Organ hat viel mit Berührung, Nähe, Wärme zu tun und reagiert, wenn wir das, was wir berühren möchten, nicht (mehr) berühren können oder dürfen.

Schon diese Erkenntnis sagt uns alles darüber aus, was der kleinen Marie fehlt:

Die Berührung durch ihre Mutter.

Denn die Mutter ist in diesem frühen Alter die ganze Welt für ein Kind.

Marie leidet jedes Mal unter der Angst, den Körperkontakt zu ihrer Mutter verloren zu haben. Ohne ihre Mutter würde sie nicht überleben.

Zu Recht stellt Anja die Frage: Warum reagiert Marie ausgerechnet am Mund und am Kinn? Und wieso kommt der Hautausschlag und verschwindet wieder?

Ein Symptom, das diese Merkmale aufweist, zeigt uns, dass Marie immer wieder die Berührung durch ihre Mutter bekommt und diese dann wieder missen muss.

Das, was sie empfindet, ist:

Ich muss meine Mama und ihre Liebe für mich spüren, um zu überleben

Durch gezielte Fragen finden wir schnell heraus, was geschehen ist und welcher Trigger bei Marie wirkt:

Anja hatte neun Monate ihre kleine Marie voll gestillt und begann dann, das kleine Mädchen abrupt abzustillen:

Statt fünf bis sechs Stillmahlzeiten am Tag bekam das Kind die Brust nur noch morgens und abends, dazwischen Breikost.

Daraufhin entwickelte Marie, zunächst um den linken Mundwinkel, dann recht schnell um den Mund herum bis zum Kinn, ein starkes, wiederkehrendes und sich kaum zurückbildendes Ekzem.

Das Ekzem zeigt deutlich, welche Gefühle in Marie vorherrschen:

Sie hat jedes mal einen akuten, für sie hochdramatischen Trennungsschmerz von (der Brust) der Mutter.

Diese Trennung erlebt sie hauptsächlich um den Mund – Kinn Bereich und deswegen reagiert ihre Haut dort.

Björn Eybls Buch „Die seelischen Ursachen der Krankheiten“* listet zahlreiche Krankheiten und ihre biologischen Ursachen auf, sehr gut und verständlich erklärt!

Für Anja ist diese Erkenntnis eine große Erleichterung, weil sie sofort versteht, was Marie durchmacht.

Sie fühlt sich aber auch schuldig, weil sie die Gefühle ihrer Tochter verletzt und es nicht bemerkt hat.

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Um diesen Kreislauf von Stress und Entspannung (Regeneration) zu unterbrechen und Marie die notwendige Berührung mit ihrer Mutter zu geben, arbeiten wir das folgende Programm aus:

  • Anja beginnt zunächst, wieder auf fünf bis sechs Stillmahlzeiten am Tag zu erhöhen. Sie entwöhnt Marie über mehrere Wochen schrittweise und langsam von der Brust und stillt nicht sofort komplett ab.
  • Das Gewöhnen an und die Füttern mit Breikost gestaltet sie besonders liebevoll und mit engem Körperkontakt, um einen Ersatz für die fehlende Brust zu liefern.
  • Diese Mahlzeiten unterstützt sie durch zusätzliche, liebevolle Rituale:
    Musik, die Marie vom Stillen kennt, ergänzt  sie durch einen speziellen Löffel und einen Teller, die, sie nur für diese besonderen Mahlzeiten benutzt.

    Nach dem kompletten Abstillen, liebt es Marie immer noch, diese Musik während des Essens zu hören.

  • Die Heilsalbe für die Haut aktivieren wir mit Heilzahlen*.
  • Die Sinuskurve nach Körbler* „zeichnet“ Anja mit den Fingern über Maries Mund.

Marie wird über insgesamt etwa vier Monate langsam komplett abgestillt und zeigt bald nach Beginn der Maßnahmen zurückgehende (und nicht wiederkehrende) Hautausschläge.

Anja und Marie sind glücklich und reisen mit leichtem Gepäck!

 

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