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Reisen mit leichtem Gepäck

Groll Kartoffeln oder Was ein gesunder Rücken mit Verzeihen zu tun hat

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Groll Kartoffeln

Ein Lehrer bat seine Schüler, in die nächste Stunde einen Rucksack und einen Sack Kartoffeln mitzubringen.

Für jeden Menschen, dem sie etwas nicht verzeihen wollten, das er ihnen in ihrem Leben angetan hatte, sollten die Schüler eine möglichst große Kartoffel wählen, auf diese dessen Namen schreiben und die Kartoffel in den Rucksack legen.

Diesen Rucksack voller Kartoffeln sollten sie eine Woche lang mit sich herumtragen, das heißt, überall dahin mitnehmen, wo sie hingingen und an die Personen denken, deren Namen auf den Kartoffeln standen. Dabei sollten sie sich fragen, wem davon sie am leichtesten verzeihen könnten.

Einige trugen nun leichte Rucksäcke, viele aber sehr schwere Rucksäcke auf dem Rücken.

Alle Schüler waren startbereit.

Doch jedesmal, so schloss der Lehrer, wenn sie sich in der Lage fühlten, einem dieser Menschen, von dem sie sich verletzt fühlten, voll und ganz zu verzeihen, durften sie die Kartoffel mit seinem Namen aus dem Rucksack herausnehmen und beiseitelegen.

Dann galt es, sich hinsichtlich der verbliebenen Kartoffeln weiter zu fragen, wem sie denn nun am leichtesten vergeben könnten.

Wenn sie sich voll und ganz in der Lage fühlten, zu verzeihen, durften sie auch diese Kartoffel mit dem entsprechenden Namen aus dem Rucksack nehmen und so weiter.

Am Ende der Woche kamen alle wieder zusammen. Einige Rucksäcke waren ganz leer, andere leichter geworden.

Es gab niemanden, dessen Rucksack noch so gefüllt war, wie eingangs der Woche. Alle Schüler strahlten.

Die herausgenommenen Kartoffeln türmten sich zu einem beachtlichen Berg auf. Gemeinsam schälten Schüler und Lehrer die Namen von den Kartoffeln ab, kochten die Kartoffeln in einem großen Topf und bereiteten einen leckeren Brei zu, von dem jeder etwas abbekam.

(Autor unbekannt)

Deine Aufgabe für diese Woche (wenn du möchtest):

Wir sind uns meistens nicht bewusst, dass und wie viele Menschen es in unserem Leben gibt, denen wir nicht verzeihen können.

Und wie in der kleinen Geschichte macht uns jeder Mensch, dem wir grollen, schwerer, träger und unbeweglicher.

Du kannst dir sicher vorstellen, wie die jungen Menschen in der Erzählung Rückenschmerzen von den schweren Rucksäcken bekommen, weil sie tatsächlich und symbolisch die Last des Nicht-Verzeihen-Könnens mit sich tragen.

  • Die folgenden Redensarten zeigen deutlich, was deinen Rücken belastet:

    Meine Stabilität und mein Halt im Leben sind in Frage gestellt.
    Ich kann mich nicht in meinem Sinne aufrichten.
    Das ist mir zu schwer.
    Mir hat das fast das Rückgrat gebrochen.
    Ich muss mich dem beugen.
    Ich habe so einiges auf dem Buckel.
    Ich muss mich ganz schön krumm machen.
    Der ist mir damals in den Rücken gefallen.
    Ich laufe mit alten Lasten herum.

Der Rücken charakterisiert unsere Haltung im Leben. Wenn du dich selber schätzt und für dich einstehst, stärkst du deinen Rücken.

Entscheide dich zum Beispiel für diese Leitgedanken:

  • Der Rücken ist die Säule meines Lebens.
  • Ich fühle mich sicher, gerade und aufrecht.
  • Bei der Sache werde ich Rückrat zeigen.
  • Ich bin aufrichtig.
  • Ich zeige Haltung.
  • Ich werde mich nicht beugen.
  • Das hat mir den Rücken gestärkt.
  • Jetzt bewege ich mich elegant und frei!

Und wie in der Geschichte, kannst du dir und der Gesundheit deines Rückens helfen, wenn du bereit bist, anderen und dir selber zu verzeihen.

Kaum etwas macht dein Leben so einfach, klar, fröhlich und leicht, als alte Wunden endlich zu heilen.

Nutze dafür diese Leitgedanken:

  • Das ist nicht schlimm.
  • Das ist vergeben und vergessen.
  • Schon gut, Schwamm drüber.
  • Macht nichts, das ist alter Kaffee.
  • So schlimm ist das nicht! 
  • War nicht böse gemeint!
  • Nimm es mir nicht übel!
  • Nun kann ich mich wieder öffnen und mein ganzes Potenzial nutzen.

Es reist sich viel besser mit leichtem Kartoffelsack 😉

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