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Kämpfen oder fliehen? Was mit deinem Blutdruck passiert, wenn du unter Dauerstress stehst

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Bluthochdruck hat fast immer mit unserer Psyche, unserem seelischen Wohlbefinden und dem Stress zu tun, unter dem wir zur Zeit gerade stehen.

Sicher hast du das auch schon erlebt: Du betrittst die Arztpraxis und schon stürzt sich die Arzthelferin auf dich, um deinen Blutdruck zu messen.

In manchen Fällen macht das auch noch der Arzt selber.

Wenn das kein Stress ist!

Ich jedenfalls hatte immer erhöhten Blutdruck und einen schnelleren Herzschlag, einfach nur deswegen, weil ich wusste: Du wirst jetzt von einem Arzt untersucht.

Wenn bei dir, zum Beispiel nach einer Langzeitüberprüfung des Blutdrucks „erhöhter Blutdruck“ diagnostiziert wurde, konnte man dir zufriedenstellend die Frage beantworten, woher der eigentlich kommt?

Welche Stresshormone rasen durch deinen Körper, die dein Herz dazu bringen, dein Blut mit erhöhtem Druck durch die Gefäße zu pumpen?

Lass uns gemeinsam erkunden, wodurch Blutdruckerhöhung entsteht und was die Psyche dabei für eine Rolle spielt*.

Was ist Blutdruck überhaupt?

Mit Blutdruck wird der Druck bezeichnet, welcher in den großen Arterien auf die Gefäßwand wirkt. Die Maßeinheit ist mmHg (Millimeter Quecksilbersäule).

Das Herz pumpt Blut mit einer gewissen Kraft via Aorta (Hauptschlagader) über große Arterien bis zu den Arteriolen.

Diese passen ihr Volumen an und können so den Widerstand und damit den Blutdruck regulieren.

Blutdruckwerte bestehen immer aus zwei Zahlen:

  • Der systolische Druck ist der höhere Wert und entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht.
  • Der diastolische Blutdruck ist der tiefere Wert, welcher bei entspanntem Herzmuskel vorliegt.

Mit Pulsdruck wird die Differenz der beiden Werte bezeichnet. Anhand von Pulsdruck kann bereits die Elastizität der Gefäße beurteilt werden. Je größer die Differenz, desto weniger elastisch die Gefäßwand.

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Bluthochdruck wird in der Medizin als Hypertonie bezeichnet und bedeutet schlicht und einfach, dass in den Gefäßen ein zu hoher Druck herrscht.

Man kann den zu hohen Druck mit Problemen an der Heizung zuhause vergleichen:

Stell dir das so vor, dass auf den Heizungsrohren dauerhaft ein viel zu hoher Druck ist.

Lange Zeit, vielleicht sogar mehrere Jahre, wird die Heizung keine Probleme machen. Aber der Druck hinterlässt seine Spuren und irgendwann zerreißt ein Rohr oder es platzt ein Ventil.

Bei den Blutgefäßen sieht es nicht so viel anders aus. Auch hier kann der zu hohe Druck großen Schaden anrichten, ohne dass man es spürt und dann kommt ein großer Schaden auf einmal ganz schnell.

Was sagt die Medizin zu den Ursachen von Bluthochdruck?

Die traditionelle Medizin findet in 80-90 % aller Fälle von Bluthochdruck keine Ursachen!

Noch einmal: Die Medizin hat keine Antwort darauf, warum der Blutdruck sich erhöht! Und das in 80 – 90% aller Fälle!

Mit anderen Worten: Uns wird der Blutdruck gemessen und dann hat der Arzt keine Antwort auf die Frage, was denn die Ursachen dafür sind.

Seltsam, oder?

Deswegen lass uns anschauen, was die psychosomatische Medizin zu Bluthochdruck sagt.

Die Medizin weiß seit langem, dass seelische Vorgänge unmittelbar Auswirkung auf den Blutdruck haben. Im Alltag spüren wir dies immer wieder an Körpergefühlen wie:

  • Druck im Hals,
  • Schwitzen,
  • Nervosität,
  • Erröten,
  • Herzklopfen und
  • Hitzegefühle.

Die Betroffenen nennen als Ursache dafür immer wieder bestimmte Gefühle wie Ärger, schwierige Konflikte, natürlich auch Stress und Angst.

Die Gefühle verändern innerhalb von Sekunden unsere Herz-Kreislauf- Regulation, Blutdruck- und Pulsanstieg sind die spürbaren Folgen.

Diese Zusammenhänge sind in vielen wissenschaftlichen Studien untersucht worden.

Bei gesunden Menschen sinkt der Blutdruck langsam auf seinen Ausgangswert, sobald die schwierigen Gefühle nicht mehr bestehen.

Das braucht seine Zeit, weil die Stresshormone im Körper oft einige Stunden erhöht sind und auch den Blutdruck beeinflussen.

Ist die Blutdruck-Regulation jedoch grundsätzlich aus dem Gleichgewicht, so kommt es zu einem chronischen und damit gesundheitsschädigendem Blutdruckanstieg.

Meist spüren die Betroffenen nur vorübergehende schnelle Blutdruckanstiege, während sie einen chronisch erhöhten Blutdruck kaum wahrnehmen.

Aus psychologischer Sicht lässt es sich mit einem leicht bis mäßig erhöhten Blutdruck sehr gut leben. Die Betroffenen fühlen sich wohl, aktiv und in guter Stimmung.

Blutdrucksenkung hingegen macht müde, depressiv und antriebslos.

Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren Hinweise gefunden, dass der Körper den Blutdruck nach oben regelt, weil die Psyche das angenehmer findet.

Denn die Psyche mag keinen niedrigen Druck. Deshalb kommen die entsprechenden Sensoren und Regler der Psyche entgegen, damit diese sich wohler fühlt.

Trotzdem kann auch ein mäßig erhöhter Blutdruck bereits den Organismus schädigen.

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Erhöhter Blutdruck aus META-Health-Perspektive

Bei dem sogenannten Wasser- und Flüssigkeitskonflikt der Niere sehen wir in der Stressphase ein Absterben von Gewebe (Nekrose) im Nierengewebe.

Gleichzeitig ist auch immer der Blutdruck erhöht.

Das hat den Sinn, das durch die Nekrose gebildete Loch im Nierengewebe zu kompensieren, damit ausreichend Urin und Harnstoff ausgeschieden werden können.

Essentielle, primäre Hypertonie (= Bluthochdruck) bedeutet:

Der Organismus bleibt in einer anhaltend aktivierenden, sympathikotonen Reaktionslage stecken, die sich auf das Gefäßsystem verengend und blutdrucksteigernd auswirkt.

Das heißt, der gesamte Organismus befindet sich in hoher Leistungsbereitschaft.

Für ihn ist es fast so, als würde er sich auf einen bevorstehenden Angriff, eine Flucht oder eine andere außergewöhnliche Anstrengung vorbereiten.

Die Folgen von Bluthochdruck

  • Innere Druck- oder Stauungsempfindung, wie Eile Hetze, Leistungsfixierung, emotionale Dauerkonflikte, häufige Aufregung, Ängste, Ungeduld, Ärger, Aggression
  • Herzklopfen
  • pulsierende Adern
  • und die innere Empfindung zu rennen, obwohl man sitzt oder liegt.

All diese inneren, psychischen Erregungszustände führen zu einem Bluthochdruck*.

Verbunden damit ist der unangemessene Umgang mit diesen Belastungen oder Konflikten, denen du dir möglicherweise gar nicht bewusst bist oder die du verdrängst.

Du arbeitest deswegen auch nicht daran, diese innere Daueranspannung abzureagierenden oder aufzulösenden.

META-Health-Therapieplan zur Senkung des Bluthochdrucks

Wenn ich mit Klienten zusammen arbeite, die einen hohen Blutdruck haben, coache ich sie im Hinblick auf folgende Frage:

Hoher Blutdruck ist ein funktionelles Zeichen für Menschen im Zustand von Kampf oder Flucht.

Mit was kämpfst du?

Vor was fliehst du?

Dann ergeben sich die folgenden, auch schulmedizinisch als sinnvoll erachteten Maßnahmen:

  • regelmäßige körperliche Bewegung: 3 bis 4 Mal wöchentlich 30 bis 60 Minuten
  • Gewichtsreduktion
  • Umstellung der Ernährung auf 75% Gemüse, Obst und Salat
  • Yoga, Meditation, Autogenes Training, Biofeedback oder andere Entspannungsverfahren
  • Stressanalyse, Stressmanagement und Stressabbau
  • eine befriedigende Paarbeziehung und nicht von Leistungsdruck geprägte Sexualität
  • seelische Belastungen abbauen:
    Hektik, Stress, Konfliktsituationen – seelische Belastungen sind im Berufs- und Alltagsleben häufig an der Tagesordnung.
    Aber: Sie treiben den Blutdruck in die Höhe und lassen das Herz schneller schlagen. Deshalb ist es wichtig, die Bremse zu ziehen und das Leben ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Sich Zeit nehmen Zeit für sich selbst und öfter abschalten*.
  • Sich ein dickes Fell zulegen: Sich nicht alles und jedes gleich zu Herzen nehmen.
  • Wenn schon ärgern, dann aber richtig. Ein reinigendes Gewitter ist besser als ständig dicke Luft.
  • Probleme und Konflikte mit dem Verstand und nicht mit dem Gefühl lösen.
  • Nicht Urlaub auf Raten machen, sondern ihn am Stück nehmen. In drei Wochen erholst du dich besser als in drei Tagen.
  • In die Sauna gehen.
  • Ausreichend schlafen. Vor allem bei hohem Blutdruck ist eine ausgiebige Nachtruhe wichtig, denn normalerweise sinkt der Blutdruck im Schlaf.
  • Der Lieblingsmusik lauschen oder sich zu einem geselligen Beisammensein treffen – auch das löst Spannungen und trägt zu mehr Ausgeglichenheit bei.

Du kommst dem Grund für deinen Bluthochdruck auf die Spur, wenn du heraus findest und dich fragst:

  • Was löst in dir den Zustand von Kampf oder Flucht aus und hält dich dadurch emotional, gedanklich und körperlich im Dauerstress?

Löse deine Stressauslöser auf und reise weiter mit leichtem Gepäck.

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