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Reisen mit leichtem Gepäck

Ärger loslassen

Mensch ärgere dich nicht! Finde heraus, was sich wirklich hinter deinem Ärger versteckt

Ärger ist eine negative emotionale Reaktion auf eine unangenehme oder unerwünschte Situation, Person oder Erinnerung.

Das Gefühl der Ärgers scheint uns völlig unerwartet zu überfallen, aber manchmal spürst du auch, wie sich ein kleines Missfallen innerhalb kurzer Zeit zu Zorn oder Wut steigert.

Wie hinter allen anderen Emotionen steckt auch hinter dem Ärger etwas anderes, das es zu entdecken und zu wandeln gilt.

7 Dinge, die dir dein Ärger sagen will:

1. Ärger ist nur die Oberfläche für tiefer liegende Verletzungen

Es ist einfacher, Ärger statt Verletzung zu empfinden. Ärger ist normalerweise eine Emotion, die nur die Oberfläche streift.

Ärger loslassen

Denn wenn du hinter den Ärger blickst, findest du oft Gefühle wie Verletzung, Schmerz, Angst. Diese Gefühle wollen wir uns selber aber nicht eingestehen und schon gar nicht anderen gegenüber zugeben.

Es fällt uns leichter zu sagen „jemand hat mich geärgert“ als zuzugeben, dass er oder sie dich an einem wunden Punkt getroffen und verletzt hat.

Finde heraus, welches Gefühl Ärger in Wirklichkeit ist. Frage dich:

  • Könnte ich mir eingestehen, was ich wirklich empfinde?
  • Kann ich hinter meinen vermeintlichen Ärger blicken und herausfinden, welches Gefühl dort sitzt?
  • Was entdecke ich an Gefühlen, die nur darauf warten, von mir näher betrachtet zu werden?

    Befrei dich selbst aus dem Teufelskreis negativer Emotionen. *

2. Ärger verursacht physische Symptome

Ärger hat eine starke physische Komponente und manifestiert sich gerne an bestimmten Körperstellen als Schmerz oder Missempfinden. 

Wenn du achtsam bist, wirst du den körperlichen Ausdruck dieser Emotion entdecken.

  • Du spürst vielleicht Anspannung im Kopf,
  • Verspannung in den Schultern,
  • ein Brennen im Hals.

Ärger ist eine intensive Emotion voller Energie, die sich Ausdruck verschaffen muss. Wenn du deinen Ärger runterschluckst und dein wahres Gefühl verschleierst, spiegelt dir dein Körper deinen nicht verdauten Ärger wieder.

Dies kannst du tun:

Richte deine Aufmerksamkeit auf deine körperlichen Empfindungen.

3. Ärger und Perfektionismus

Bist du ein Perfektionist? Dann achte mal darauf, welche Selbstgespräche du führst.

Du wirst oft eine Endlosschleife in deinen Gedanken entdecken, die unfreundlicher ist, als du mit deinem ärgsten Feind sprechen würdest.

Mach dir also nichts vor – genau DAS ist der Ärger: eine Endlosschleife an negativen Ausdrücken.

Wenn du nicht länger ein Sklave deines Perfektionismus sein willst, dann suche die Wurzel für dein Problem und lerne, deinem Ärger mit Freundlichkeit zu begegnen.

4. Ärger entsteht durch Geschichten, die du dir immer wieder selber auftischst

Geschichten geistern durch unsere Gedanken wie ein Zug, der völlig orientierungslos über die Gleise schießt.

Und kaum lassen wir die Geschichte wieder auftauchen, kommen damit auch die dazu abgespeicherten Emotionen.  Ärger ist immer dabei auf das, was gewesen ist, entweder verschleiert als ein anderes Gefühl oder unverschleiert.

Damit du endgültig von deinem Ärger loslassen kannst, enthülle die alten Geschichten. Erkenne, dass es dich nicht weiter bringt, sie immer wieder aufzuladen, denn nur so erhältst du sie am Leben.

Dies kannst du tun:

  • Schaue mit einem verständnisvollen Blick auf diejenigen, die an der Geschichte beteiligt waren. Auch auf dich selber.
  • Erkenne, dass die Geschichte nur dadurch am Leben bleibt, weil du sie in Gedanken immer wieder erlebst. In Wahrheit ist sie schon längst zu einem Ende gekommen.
  • Bringe deine Aufmerksamkeit ins JETZT und verstehe, dass in diesem Moment alles gut ist.

    Einfach loslassen, was dich nicht glücklich macht. *

5. Ärger kommt von zuviel Wichtigkeit

Sehr oft sind die Glaubenssätze, die dem Ärgergefühl zugrunde liegen Sätze wie: „Ich habe recht.“ und „Ich will, dass es nach meinem Willen abläuft.“

Es gibt also eine starke Verbindung zwischen dem „Ich will“ und den Glaubenssätzen von diesem „Ich“.

Erkenne diese „Ich“-fokussierten Äußerungen als das, was sie sind: Als Gefängnisse, die dich in einer Einbahnstraße gefangen halten.

Frage dich:

  • Habe ich wirklich recht?
  • Nutzt mir dieses Recht haben wollen etwas – und den anderen?
  • Was bedeutet es überhaupt, dass ich unbedingt meinen Willen durchsetzen will? Welche Bedürfnisse stecken eigentlich dahinter?

6. Ärger trennt dich von dir selber und allen anderen

Was bedeutet es, sich getrennt zu fühlen, wenn man verärgert ist?

Andere Menschen  spüren deinen Ärger, er verunsichert sie, er führt dazu, dass sie in die gleiche Kerbe schlagen oder dichtmachen.

Gute Beziehungen können sich nicht entwickeln, wenn Emotionen wie Ärger präsent sind.

Gehören diese Sätze zu deinem Repertoire?

„Wie konntest du das bloß tun?!“
„Du hättest nicht …“

Denk daran, dass Ärger – wie jede andere Reaktion – nichts mit den anderen zu tun hat, sondern nur mit dir selber.

Wenn du Ärger verspürst, schaue nach innen. Spüre dem liebevoll nach, was in dir getriggert worden ist. Die gesamte Situation wird sich wenden, wenn DU dich entschließt, anders zu reagieren.

Steigere dein Selbstwertgefühl, dann brauchst du keine Bestätigung von außen mehr. *

7. Ärger zieht Aufmerksamkeit auf sich

Vielleicht zeigst du deinen Ärger, weil du im Grunde Aufmerksamkeit möchtest. Du willst, dass man sich auf deine Seite schlägt und dich versteht. Mit Ärger scheinst du das manchmal zu erreichen, wenn jemand beispielsweise zu dir sagt:

„Ich an deiner Stelle wäre auch wütend.“

Aber es gibt auch andere, viel positivere Möglichkeiten, dein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu stillen.

Öffne dein Herz und lasse andere, alternative Reaktionen auf ein Ereignis zu. Vielleicht bewundert dich dann jemand um dein Einfühlungsvermögen und deine Nachsicht.

Du lässt den Ärger mit all seinen negativen Begleiterscheinungen nicht in deine Welt und bekommst gleichzeitig die Zuwendung, die du dir wünschst.

Suche immer nach der Reise mit dem leichten Gepäck.

Glücklich leben

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