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Reisen mit leichtem Gepäck

Mensch ärgere dich nicht! oder Warum dir Ärger nur Ärger macht

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Ärgerlich, Frustriert, ungeduldig, stinksauer, rasend … aaarrrrrrrgh!

Ja, doch, es ist ganz normal, sich verärgert zu fühlen – wir alle sind Menschen.

Doch wenn Ärger zusätzliche Probleme in deinem Leben erzeugt – wenn er mit deiner Gesundheit und deinem  Glück ins Gehege kommt – dann wird es Zeit, daran etwas zu ändern.

Hinter Ärger steckt nämlich meistens etwas völlig anderes, als du zunächst annimmst.

1. Ärger ist nur die Oberfläche

Es ist einfacher, Ärger statt Verletzung zu empfinden. Ärger ist normalerweise eine Emotion, die nur die Oberfläche streift.

Denn wenn du hinter den Ärger blickst, findest du oft Gefühle wie Verletzung, Schmerz, Angst.

Finde heraus, welches Gefühl es bei dir in Wirklichkeit ist. Frage dich:

  • Könnte ich mir eingestehen, was ich wirklich empfinde?
  • Kann ich hinter meinen vermeintlichen Ärger blicken und herausfinden, welches Gefühl dort sitzt?
  • Was entdecke ich an Gefühlen, die nur darauf warten, von mir näher betrachtet zu werden?

2. Ärger verursacht physische Symptome

Ärger hat eine starke physische Komponente. Hol das Mikroskop heraus, wenn du Ärger in dir aufsteigen spürst:

Überall wirst du den körperlichen Ausdruck dieser Emotion entdecken:
– Anspannung im Kopf,
– Verspannung in den Schultern,
– ein Brennen im Hals.

Ärger ist eine intensive Emotion voller Energie.

Wenn du nicht willst, dass dich dein Ärger vollständig lähmt, richte deine Aufmerksamkeit auf diese körperlichen Empfindungen.

  • Schalte deine Gedankenströme ab und fühlen, was du in DIESEM Moment spürst.
  • Sei wachsam für die Empfindungen, die entstehen, wenn du einfach deinen Körper befragst.
  • Erkenne an, dass Ärger in dir ist und dann lass ihn durch deinen Körper hinaus ziehen. So kann er dich nicht länger kontrollieren.

3. Perfektionisten sind oft verärgert

Bist du ein Perfektionist? Dann achte mal darauf, welche Selbstgespräche du führst.

Du wirst oft eine Endlosschleife in deinen Gedanken entdecken, die unfreundlicher ist, als du dir vorstellen kannst.

Mach dir also nichts vor – genau DAS ist der Ärger: eine Endlosschleife an negativen Ausdrücken.

Wenn du nicht länger ein Sklave deiner Perfektion sein willst, dann suche die Wurzel für dein Problem und lerne, deinem Ärger mit Freundlichkeit zu begegnen.

4. Geschichten halten deinen Ärger am Leben

Geschichten voller Ärger geistern durch unsere Gedanken wie ein Zug, der völlig orientierungslos über die Gleise schießt.

Um sich von dem Gefühl des Ärgers zu befreien, musst du die Geschichten finden und erkennen, dass es dir nichts bringt, sie gedanklich wieder und wieder abzuspulen.

Denn: Was geschehen ist, ist geschehen.

Folgende Strategien unterstützen dich dabei, die Kopf-Geschichten abzumildern:

  • Schaue mit einem verständnisvollen Blick auf diejenigen, die an der Geschichte beteiligt waren. Auch auf dich selber.
  • Erkenne, dass die Geschichte nur dadurch am Leben bleibt, weil du sie in Gedanken immer wieder erlebst. In Wahrheit ist sie schon längst zu einem Ende gekommen.
  • Bringe deine Aufmerksamkeit ins JETZT.

5. Ärger kommt von zuviel Wichtigkeit

Sehr oft sind die Glaubenssätze, die dem Ärgergefühl zugrunde liegen Sätze wie: „Ich habe recht.“ und „Ich will, dass es nach meinem Willen abläuft.“

Es gibt also eine starke Verbindung zwischen dem „Ich will“ und den Glaubenssätzen von diesem „Ich“.

Erkenne diese „Ich“-fokussierten Äußerungen als das, was sie sind: Als Gefängnisse, die dich in einer Einbahnstraße gefangen halten.

Frage dich:

  • Habe ich wirklich recht?
  • Nutzt mir dieses Recht haben wollen etwas – und den anderen?
  • Was bedeutet es überhaupt, dass ich unbedingt meinen Willen durchsetzen will? Welche Bedürfnisse stecken eigentlich dahinter?

6. Ärger führt zu Getrenntsein

Was bedeutet es, sich getrennt zu fühlen, wenn man verärgert ist?

Andere Menschen  spüren deinen Ärger, er verunsichert sie, er führt dazu, dass sie in die gleiche Kerbe schlagen oder dichtmachen.

Gute Beziehungen können sich nicht entwickeln, wenn Emotionen wie Ärger präsent sind.

„Wie konntest du das bloß tun?!“
„Du hättest nicht …“

Kommen dir diese Sätze bekannt vor?

Denk daran, dass Ärger – wie jede andere Reaktion – nichts mit den anderen zu tun hat, sondern nur mit dir selber.

Wenn du Ärger verspürst, schaue nach innen. Spüre dem liebevoll nach, was in dir getriggert worden ist. Die gesamte Situation wird sich wenden, wenn DU dich entschließt, anders zu reagieren.

7. Ärger zieht die Aufmerksamkeit auf sich

Vielleicht zeigst du deinen Ärger, weil du im Grunde Aufmerksamkeit möchtest. Manchmal scheint das eine clevere Alternative zu sein.

Doch denk dran:

Es gibt immer andere – positive – Möglichkeiten, wie du dich zeigen kannst, um dein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu stillen. Öffne dein Herz und finde Ressourcen in dir, die dir alternative Reaktionsmöglichkeiten bieten.

So reist du mit leichterem Gepäck.

 

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